Am 15. Januar 2018 hieß Ursula Borak, Unterabteilungsleiterin für Internationale Energiebeziehungen, 150 Gäste im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum Networking-Event der Exportinitiative Energie willkommen.

Die Gäste waren Teilnehmer der von UNHCR, UNITAR, IOM und der United Nations Foundation organisierten und vom Auswärtigen Amt unterstützten Konferenz zum Thema "Energy for Displaced People: A Global Plan of Action for sustainable energy solutions in situations of displacement" sowie fast 30 deutsche Unternehmen. Während tagsüber auf der Konferenz erstmalig der Weg hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung von Flüchtlingslagern mit Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 diskutiert wurde, konnten 11 deutsche Unternehmen am Abend in kurzweiligen „Pitches“ ihre dafür geeigneten Energielösungen präsentieren. Die übrigen deutschen Unternehmen hatten Gelegenheit, ihre Lösungen in Gesprächen und mit Anschauungsobjekten darzustellen. Ob Batteriespeicher-Container, autarke Versorgungsstation für Wasser und Strom, mobiles Solarkraftwerk oder kleinen Solar-Home-Systemlösungen: die deutschen Unternehmen zeigten anschaulich, dass es schon jetzt vielfältige und für Flüchtlingslager einsetzbare Energielösungen „Made in Germany“ gibt.

„Das BMWi begrüßt die Gemeinschaftsinitiative von UNHCR, UNITAR, IOM und deren Partnerorganisationen, die Energieversorgung von Flüchtlingslagern zu thematisieren“, so Ursula Borak. Durch eine „Energiewende in Flüchtlingslagern“ weg von Dieselgeneratoren hin zu Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz würden nicht nur das Klima, sondern vor allem auch die Lebensumstände der Geflüchteten in den Camps verbessert. „Es gibt bereits heute technische Lösungen auf Basis Erneuerbarer Energien, die schnell und zuverlässig eingesetzt werden können“, betont sie. Vor allem aber könnten die Kosten für die Energieversorgung durch den Einsatz Erneuerbarer Energien erheblich gesenkt werden.

Mit dem Austausch zwischen den Konferenzteilnehmern und den deutschen Unternehmen wurden deutliche Impulse und Input für die weiteren Diskussionen zu diesem Thema gegeben.

Weitere Informationen zum Thema liefert die Studie Erneuerbare Energien für Flüchtlingslager, die im Auftrag der Exportinitiative Energie des BMWi erstellt wurde. Die Studie umfasst eine technisch-ökonomische Analyse bestehender Strukturen und Potenziale zur schnellen Ausstattung von Flüchtlingscamps mit Erneuerbaren-Energien-Systemlösungen.