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Marktanalysen 28.11.2016 - Energieerzeugung

Dezentrale Energieversorgung mittels erneuerbarer Energien in Namibia

Einleitung

Die geringen namibischen Kraftwerkskapazitäten und die dadurch resultierende hohe Importabhängigkeit sowie die kontinuierlichen, jährlichen Strompreiserhöhungen von über 10% führen aktuell zu einem verstärkten Interesse an der Stromeigenproduktion auf Basis der Erneuerbaren Energien. Aufgrund der hohen Solareinstrahlung haben insbesondere die Techniken zur Nutzung der Solarenergie (PV, CSP und Solarthermie) ein sehr hohes Potential.

  • Anwendungsfeld/ Technologie: Bioenergie, Solarenergie, Windenergie, Energieerzeugung
  • Zielmarkt: Namibia
  • Zielregion: Afrika, Subsahara Afrika
Cover der Zielmarktanalyse

Namibia verzeichnet ca. 300 Sonnentage und über 3.000 Sonnenstunden pro Jahr. Die jährliche Solareinstrahlung beträgt 1.600 bis 2.100 kWh/m2. Die Einstrahlungswerte in Namibia zählen damit zu den höchsten weltweit. Aber auch die energetische Nutzung von Biomasse und organischen Abfällen bietet Potential. Für die Nutzung von Windenergie bieten sich hingegen nur in vereinzelten Küstenregionen Potentiale.

Der politische Wille zur verstärkten Nutzung und zum Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) ist vorhanden. Die gesetzlichen und regulativen Rahmenbedingungen sind teilweise schon in Kraft oder werden in den kommenden Monaten umgesetzt. Erste netzgebundene EE-Anlagen mit einer Kapazität von ca. 20 MW speisen bereits ins Netz ein und stellen damit einen Anteil von ca. 4% der Kraftwerkskapazitäten dar. Auch im Bereich der Eigenversorgung von Industrie- und Gewerbebetrieben wurden erste Investitionen realisiert.

Relevante potentielle Anwender von EE-Technologie sind vor allem Industrie- und Gewerbebetriebe, die Landwirtschaft, netzferne Tourismusbetriebe sowie Unternehmen des Bergbausektors, die an Anlagen für den Eigenverbrauch interessiert sind. Dazu kommen netzgebundene öffentliche Projekte. Auch im Bereich der ländlichen Elektrifizierung bietet sich der Einsatz von EE für Mini-Grids und Hybrid-Systeme an, da aufgrund der sehr geringen Bevölkerungsdichte der Ausbau des Stromnetzes oft keine wirtschaftliche Option darstellt.