Dänemark verfügt über einen stark erneuerbar geprägten Energiemarkt mit einem sehr hohen Anteil von Windenergie an der Stromerzeugung und einer engen Einbindung in den nordeuropäischen Stromhandel. Der kontinuierliche Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten, insbesondere im Offshore-Bereich, führt zu steigenden Anforderungen an Netzstabilität, Übertragungs- und Verteilnetze sowie an flexible Speicherlösungen. Der Übertragungsnetzbetreiber Energinet treibt vor diesem Hintergrund den Netzausbau und die Anpassung der Infrastruktur an wachsende Einspeisemengen und neue Lasten wie Elektrolyseure voran.
Der thematische Fokus 2026 liegt auf dem nachhaltigen Ausbau der Stromnetze und dem Einsatz von Energiespeichern. In Dänemark gewinnen Lösungen zur Integration hoher Anteile fluktuierender erneuerbarer Energien, zur Erhöhung der Transportkapazitäten sowie zur Systemflexibilisierung zunehmend an Bedeutung. Speichertechnologien und netznahe Systemlösungen werden als zentrale Bausteine zur Sicherung der Versorgung und zur Nutzung von Überschussstrom gesehen.
Für deutsche KMU ergeben sich Ansatzpunkte insbesondere bei Technologien und Dienstleistungen für Netzverstärkung, Digitalisierung, Steuerung und Regelung sowie bei stationären Speicherlösungen. Deutsche Anbieter können ihre Erfahrung aus vergleichbaren Transformationsprozessen einbringen. Herausforderungen bestehen vor allem in hohen technischen Standards, einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld und der Notwendigkeit enger Zusammenarbeit mit etablierten lokalen Akteuren und Netzbetreibern.
Vortrag Werner Diwald vom Deutschen Wasserstoffverband (DWV)
© AHK Dänemark
04.07.2024 Veranstaltungsbericht
Auf dem Weg zur Klimaneutralität: Deutsch-Dänische Zusammenarbeit im Wasserstoffmarkt
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