Der griechische Energiemarkt ist durch einen hohen Energieverbrauch im Gebäudesektor und einen steigenden Modernisierungsbedarf gekennzeichnet. Wohn- und Gewerbegebäude machen einen wesentlichen Anteil des Endenergieverbrauchs aus, wobei fossile Energieträger bislang eine zentrale Rolle spielen. Vor dem Hintergrund hoher Energiepreise, ambitionierter nationaler Klimaziele und europäischer Vorgaben gewinnt die Steigerung der Energieeffizienz zunehmend an Bedeutung. Politisch wird dies durch das nationale Klimagesetz sowie durch umfangreiche Förderprogramme zur energetischen Sanierung von Wohn-, Büro- und öffentlichen Gebäuden flankiert.
Der thematische Fokus der Energie-Geschäftsreise 2026 liegt auf Energieeffizienz und energetischer Modernisierung von Wohn- und Gewerbegebäuden. Programme wie „Exoikonomo kat’ oikon“ für Privathaushalte und „Elektra“ für Büro- und öffentliche Gebäude setzen gezielt Anreize für Sanierungsmaßnahmen, den Einsatz effizienter Heiz-, Kühl- und Lüftungssysteme sowie für die Integration erneuerbarer Energien und Speicherlösungen. Der geplante Ausstieg aus Heizöl im Gebäudebereich verstärkt zusätzlich die Nachfrage nach alternativen, energieeffizienten Technologien.
Für deutsche KMU eröffnen sich Marktchancen insbesondere bei energieeffizienter Gebäudetechnik, Wärmepumpen, Gebäudeautomation, Dämm- und Sanierungslösungen sowie integrierten Systemen zur Eigenversorgung. Deutsche Anbieter verfügen hier über ausgewiesene technologische Stärken und Erfahrungen aus vergleichbaren Transformationsprozessen.