Kenia verfügt über einen dynamischen Energiemarkt, der stark von erneuerbaren Energien geprägt ist und zugleich vor strukturellen Herausforderungen im Bereich der Stromübertragung und -verteilung steht. Der hohe Anteil von Geothermie, Wasserkraft, Wind- und Solarenergie an der Stromerzeugung erfordert einen fortlaufenden Ausbau und eine Modernisierung der Netzinfrastruktur, um Versorgungssicherheit, Netzstabilität und regionale Integration zu gewährleisten. Wiederkehrende Netzengpässe und Stromausfälle unterstreichen die Bedeutung resilienter Netze sowie ergänzender Speicherlösungen.
Vor diesem Hintergrund liegt der thematische Fokus 2026 auf der regionalen Netzintegration und dem Ausbau einer leistungsfähigen und widerstandsfähigen Strominfrastruktur, einschließlich Ladeinfrastruktur für den wachsenden Elektromobilitätssektor. Geplante Investitionen in nationale Übertragungsnetze, grenzüberschreitende Stromverbindungen innerhalb Ostafrikas sowie erste Ansätze zur Teilliberalisierung des Übertragungssektors eröffnen neue Handlungsfelder. Parallel steigt der Bedarf an Lösungen zur Integration fluktuierender erneuerbarer Energien, an Netzmanagement, Digitalisierung und Speichern.
Für deutsche KMU ergeben sich Ansatzpunkte insbesondere bei hochwertigen Netzkomponenten, Systemlösungen für Netzstabilisierung, Speicherintegration, Ladeinfrastruktur sowie bei ingenieurtechnischen Dienstleistungen und Planungs- und Betriebskonzepten. Qualitätsorientierte Beschaffungsansätze staatlicher und privater Akteure begünstigen technologieorientierte Kooperationen. Gleichzeitig erfordern regulatorische Rahmenbedingungen, komplexe Genehmigungsprozesse und projektbezogene Finanzierungsstrukturen eine sorgfältige Vorbereitung und lokale Partnerschaften.
Im Rahmen des Projektentwicklungsprogramms findet 2026 eine German Training Week zur industriellen Wärme- und Kälteversorgung statt. Deutsche Lösungsanbieter können sich insbesondere im Bereich effizienter industrieller Kühl- und Heizsysteme einbringen, die unter anderem in der Landwirtschaft (z. B. Gewächshäuser, Kühlhäuser), im Gastgewerbe, in der Lebensmittelverarbeitung sowie in der Fertigung und Montage eingesetzt werden. Das Training bietet deutschen Lösungsanbietern die Möglichkeit zum direkten Austausch mit lokalen Entscheidungsträgern zu konkreten Investitionsvorhaben.
Vorentwickelte Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern
Das Projektentwicklungsprogramm (PEP)
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21.08.2024 Solarenergie
Wachstumschancen in Kenia: Neue Net-Metering-Regelungen fördern den Ausbau erneuerbarer Energien
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12.03.2024 Solarenergie
Kenias Energiemarkt-Revolution: Ein Sprungbrett für klimafreundliche Lösungen
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