Das Vereinigte Königreich zählt zu den zentralen Energiemärkten Europas und nimmt eine führende Rolle beim Ausbau erneuerbarer Energien ein. Insbesondere die Offshore-Windenergie bildet eine tragende Säule der nationalen Energiewende und ist eng mit den langfristigen Dekarbonisierungszielen sowie dem Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft verknüpft. Der Energiemarkt ist durch einen hohen Investitionsbedarf, klare politische Zielsetzungen und eine ausgeprägte Projektpipeline gekennzeichnet, die auch internationalen Anbietern Marktzugänge eröffnet.
Der thematische Fokus der für 2026 geplanten Energie-Geschäftsreise liegt auf Offshore-Windenergie einschließlich der Kopplung mit grünem Wasserstoff. Der großskalige Ausbau von Offshore-Windkapazitäten schafft Nachfrage entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Komponenten und Spezialtechnik über Netzanbindung bis hin zu Betriebs- und Wartungslösungen. Parallel gewinnt die Nutzung von Offshore-Windstrom für die Erzeugung von grünem Wasserstoff an Bedeutung, sowohl für die inländische Nutzung als auch perspektivisch für Exportbeziehungen.
Für deutsche KMU ergeben sich daraus Chancen als Zulieferer, Technologieanbieter und Projektpartner, insbesondere bei spezialisierten Komponenten, Systemlösungen, Digitalisierung, Serviceleistungen sowie bei Elektrolyse- und Wasserstoffinfrastruktur. Der britische Markt ist offen für Kooperationen, zugleich jedoch wettbewerbsintensiv und von hohen technischen, regulatorischen und lokalisierungsbezogenen Anforderungen geprägt. Eine sorgfältige Marktvorbereitung und frühzeitige Einbindung in Projektstrukturen sind daher zentrale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Markteintritt.