Screenshot aus der digitalen Fachkonferenz Zentralamerika

Screenshot aus der digitalen Fachkonferenz Zentralamerika

© energiewächter

Die drei Länder El Salvador, Guatemala und Honduras verfügen zusammen über mehr als 33 Mio. Einwohner und aufgrund ihrer günstigen geografischen Lage liegt der Anteil der erneuerbaren Energien jeweils jenseits der 60 Prozent an der gesamten Stromerzeugung. In den drei Schwellenländern wächst aber auch der Strombedarf stark. Aufgrund des Zustands des Stromnetzes liegt der Fokus des weiteren Ausbaus auf kleinen und mittleren Erzeugungsanlagen. Die dezentrale Versorgung sowie Energieeinspeicherung, besonders an landwirtschaftlichen Orten, Seehäfen und für Logistikzentren, gewinnt deshalb vermehrt an Bedeutung.

Über hundertfünfzig Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft und Forschung aus Guatemala, El Salvador und Honduras demonstrierten mit ihrer Teilnahme an der Webkonferenz zur digitalen Energie-Geschäftsreise „Dezentrale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien“ am 22.06.2021 die enorme Nachfrage für nachhaltige Energietechnologien. Während der Konferenz wurde deutlich, dass das Marktpotenzial für deutsche Technologien besonders hoch ist.

Acht Unternehmen präsentierten ihre Lösungen „Made in Germany“ für die Nutzung erneuerbarer Energien. Diese reichten von erprobten Technologien wie Biogas- & Photovoltaikanlagen über innovative Lösungen für die Energiespeicherung und den Betrieb virtueller Kraftwerke bis hin zu Zukunftstechnologien wie Wellenkraftwerke und Flugwindkraftanlagen.
Die Konferenz wurde abgerundet durch die Vorträge von zwei Experten aus Deutschland und einem Referenten aus El Salvador. So konnten wertvolle Best-Practices geteilt und technisches Know-how vermittelt werden.

Der Energiemarkt in Zentralamerika ist regional länderübergreifend integriert und es findet ein reger Im- & Export von Strommengen statt. Dies ermöglicht es, bei Projekten gezielt die Länder mit den jeweils geografisch günstigsten Bedingungen bzw. dem attraktivsten Finanzierungsmodell auszuwählen. Zwar verfügen die Länder der Region bereits über sehr hohe Anteile von erneuerbaren Energien, diese beruhen jedoch häufig auf Großwasserkraftwerken, deren Erzeugungskapazitäten in Zeiten des Klimawandels stark schwanken können. Besondere Chancen ergeben sich für deutsche Technologien, bei denen die Aspekte Finanzierung und Betrieb/Wartung aktiv mitgedacht werden.

Die energiewaechter GmbH organisierte diese Energie-Geschäftsreise in Zusammenarbeit mit der AHK für Zentralamerika und der Karibik als Durchführer der Exportinitiative Energie im Auftrag des BMWi.