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Deutsche Solartechnik gefragt: In Jordanien wurden im Rahmen des PEP drei neue Projekte umgesetzt
Einleitung
Photovoltaik ist für verschiedene jordanische Industriezweige eine attraktive Energie-Alternative. 2021 wurden im Rahmen des Projektentwicklungsprogramms drei neue Solaranlagen mit technischen Komponenten aus Deutschland installiert.
Solar-Aufdachanlagen von Aqaba Oil, Jordan River, W&D Apparel
Die energieintensiven Industrien in Jordanien haben angesichts steigender Strompreise großes wirtschaftliches Interesse an Eigenstromversorgung durch PV. Deutsche Solartechnik und -Expertise haben in Jordanien einen guten Ruf und stehen für Qualität und Zuverlässigkeit. Zudem sind viele Betriebe motiviert, nachhaltiger zu produzieren und ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
Neutral und kostenlos werden Unternehmen in Schwellen- und Entwicklunsgländern wie Jordanien vom PEP-Team der Exportinitiative Energie zu erneuerbaren Energien beraten. Die ortsansässigen PEP-Mitarbeiter helfen dabei, die technischen Leistungsanforderungen zu definieren, Finanzierungsmöglichkeiten zu erläutern sowie die Verbindung zu potenziellen deutschen Anbietern herzustellen. Darüber hinaus unterstützen sie bei der Ausschreibung der Projekte, der Bewertung der Angebote und bei Verhandlungen mit Auftragnehmern.
2021 wurden nun drei Solaranlagen mit Unterstützung des PEP-Teams und unter Einsatz deutscher Technik verwirklicht. „Wir hoffen, dass die drei Projekte Schule machen und sich noch mehr jordanische Unternehmen entschließen, mit PV ihre Energiekosten zu senken und das Klima zu entlasten“, unterstreicht Moayad Hamaideh vom PEP-Team Jordanien.
Drei Unternehmen – ein Ziel
W&D Apparel Jordan Corp.
Eines dieser Unternehmen ist der Bekleidungshersteller W&D Apparel. „Nachhaltigkeit ist eines unserer Hauptziele“, erklärt Khaldoun Bayoud, Compliance-Beauftragter bei W&D. Da das Textilunternehmen außerdem eine effiziente Alternative zur Netzversorgung mit Strom suchte, lag die Investition in PV nahe. Um das beste Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen, ließ sich W&D Apparel vom PEP-Team beraten. „Bei W&D leisteten wir technische Unterstützung, um die optimale Systemgröße und den erwarteten Ertrag über die Lebensdauer des Systems zu definieren. Auf dieser Grundlage kalkulierten wir mögliche Einsparungen bei den Stromkosten“, erläutert Moayad Hamaideh, PEP-Länderbeauftragter für Jordanien. W&D entschied sich für eine Aufdach-Solaranlage mit einer Leistung von 63,6 Kilowatt und nutzt Wechselrichter eines bekannten deutschen Herstellers. W&D deckt mit seiner 2021 installierten PV-Anlage 30 Prozent des Verbrauchs und spart 28.000 Kilogramm CO2-Emissionen pro Jahr ein. Für PEP war die Projektentwicklung mit W&D das erste PV-Projekt im Textilsektor Jordaniens.
Jordan River Pharmaceutical Industries
Jordan River, Hersteller und Exporteur von Pharmazeutika, investierte in eine 240-Kilowatt Solaranlage, die knapp 2.000 Quadratmeter seiner Dachfläche bedeckt. Deutsche Firmen lieferten die Montagestruktur, die Wechselrichter und die Überwachungstechnik. Durch die Investition will Jordan River seine Energiekosten, die einen großen Teil der Betriebsausgaben ausmachen, senken. „Solarenergie bot sich als effiziente Alternative an. Allerdings gehört die Installation von Solartechnologie nicht zu unseren Kernkompetenzen, sodass wir uns an die erfahrenen, nicht-kommerziellen Berater des Projektentwicklungsprogramms wandten“, berichtet Rami Sabbarini, Leiter von Jordan River. Das Unternehmen in Amman erwartet, dass die Anlage die Stromkosten um fast die Hälfe senkt und 233 Tonnen CO pro Jahr einspart.
Aqaba Vegetable Oils Co.
Auch Aqaba Vegetable Oils installierte nach einer Projektvorentwicklung durch das PEP-Team 2021 eine PV-Anlage. Der Hersteller von Pflanzenölen und -fetten produziert mit seiner neuen Aufdach-Solaranlage jährlich rund 163.000 Kilowattstunden saubere Energie und deckt damit 70 Prozent des Stromverbrauchs der Fabrik. Zudem verursacht das Unternehmen bis zu 90.000 Kilogramm CO2-Emissionen pro Jahr weniger. Auch für den Pflanzenöl-Produzenten aus Amman war die Kombination aus Kostensenkung und Umweltschutz ausschlaggebend für die Entscheidung pro Solartechnik. Aqaba Vegetable Oils setzte ebenfalls auf deutsche Komponenten bei der Montagestruktur, den Wechselrichtern und der Monitoring-Technik.
Die Projekte
04.02.2022
Projektentwicklungsprogramm
PEP-Referenzprojekt Jordanien: 119,7 kWp PV-Anlage für Aqaba Vegetable Oils Co.