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Tradition trifft Innovation: Deutsches Unternehmen modernisiert historisches Wasserkraftwerk in Schweden
Einleitung
Wasserkraft ist seit jeher eine tragende Säule der schwedischen Energieversorgung. Rund 40 bis 45 Prozent des Stroms des Landes stammen aus dieser erneuerbaren Energiequelle. In ganz Schweden sind etwa 2.100 Wasserkraftwerke in Betrieb. Dabei handelt es sich überwiegend um kleinere Anlagen mit einer Leistung von unter 10 Megawatt, die vor allem in den südlichen und mittleren Landesteilen zu finden sind.
Personen v. l.n.r: Christian Winkler (Dive), Johannes Lind (Statkraft), Claudia Ardelean (dena), Dr. Joachim Bertele (Deutscher Botschafter), Mats Green (Moderaterna Partei)
Schwedens Kleinwasserkraftwerke spielen nicht nur eine Schlüsselrolle bei der Stromerzeugung, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Schweden hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden, doch viele der Anlagen sind veraltet und haben ihre ursprüngliche Effizienz längst eingebüßt. Um das Potenzial dieser Kraftwerke voll auszuschöpfen, beschloss die schwedische Regierung im Jahr 2020, sämtliche Anlagen im Rahmen des National Action Plans (NAP) auf ihre Umweltverträglichkeit zu überprüfen und gegebenenfalls zu modernisieren.
Technologischer Fortschritt mit ökologischen Vorteilen
Das deutsche Unternehmen DIVE Turbinen GmbH & Co. KG erkannte frühzeitig das enorme Modernisierungspotenzial und hat nun mit einem ersten Projekt Fuß in Skandinavien gefasst. Das Wasserkraftwerk Åby, betrieben von Statkraft Schweden, beauftragte die deutschen Wasserkraftspezialisten damit, zwei historische Turbinen zu ersetzen. Nach über 107 Jahren standen die beiden horizontalen Doppel-Camelback-Francis-Turbinen vor dem Ende ihrer technischen Lebensdauer und wurden durch zwei moderne, wartungsfreie DIVE-Turbinen ausgetauscht, um den Beitrieb für weitere 100 Jahre zu sichern.
Die Technologie des deutschen Unternehmens ermöglichte es, die Turbinen ohne größere bauliche Veränderungen am Kraftwerk zu installieren und eine Leistungssteigerung von rund 37 Prozent zu erreichen. Darüber hinaus bieten die neuen Anlagen einen erheblich verbesserten Fischschutz und reduzieren die Lärmemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Francis- oder Kaplan-Turbinen. Die Modernisierung in Åby zeigt beispielhaft, wie technologische Innovationen nicht nur die Energieeffizienz steigern, sondern auch ökologische Vorteile bieten. Besonders der Schutz der Fischpopulation und die Verbesserung des ökologischen Gleichgewichts des Flusssystems sind zentrale Errungenschaften dieses Projekts. Ähnliche Modernisierungen hat DIVE bereits erfolgreich in Deutschland, Österreich, Frankreich und Chile realisiert.
Erfolgreiche Einweihung der modernisierten Anlage
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) begleitete die DIVE Turbinen GmbH & Co. KG im Rahmen des Renewable-Energy-Solutions-Programms (RES-Programm), dabei, die Vorteile ihrer innovativen Anlagentechnik in Schweden bekannt zu machen. Dabei wurden zielmarktgerechte Marketingmaterialien erstellt und Möglichkeiten zum Networking geschaffen.
Ein zentraler Bestandteil des Marketingkonzepts war die feierliche Einweihung der neuen Wasserkraftanlage am 16. September 2024 in Åby und Lagan, an der Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft sowie Medienvertreter teilnahmen. Nach der freundlichen Eröffnung durch Christian Winkler, Business Development Manager bei DIVE, folgten inspirierende Reden, darunter Ansprachen des deutschen Botschafters Dr. Joachim Bertele und des schwedischen Reichstagsabgeordneten Mats Green.
Mit dem RES-Programm unterstützt die Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) deutsche Unternehmen der Erneuerbare-Energien- sowie Energieeffizienz-Branche mit innovativen Lösungen bei der Erschließung neuer Absatzmärkte. Im Rahmen des Programms werden Referenzanlagen in einem Zielmarkt errichtet und mit Unterstützung der Deutschen Energie-Agentur GmbH öffentlich und werbewirksam vermarktet. Durch Informationsvermittlung sowie Schulungsaktivitäten soll die Nachhaltigkeit des Markteintritts gefördert und die Qualität klimafreundlicher Technologien aus Deutschland demonstriert werden.