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PEP-Referenzprojektreise Ghana: Deutsche Solarexpertise für den Industriesektor
Einleitung
Bei der PEP-Referenzprojektreise nach Ghana überzeugten deutsche Solarfirmen durch ihre Expertise. Ihr Know-how ist gefragt, um die Photovoltaik im industriellen Sektor Ghanas zu entwickeln.
Ghana treibt den Ausbau der Solarenergie voran. Mit bis zu 3.000 Sonnenstunden jährlich sind die Voraussetzungen hierfür günstig. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix von einem Prozent auf zehn Prozent steigern, wobei Photovoltaik eine zentrale Rolle einnimmt. „Ghana hat sich dem Übergang zu einer diverseren Energieversorgung verschrieben. Erneuerbare Energien stehen dabei im Zentrum und leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der nationalen Entwicklungsziele“, erklärte der Vizeminister Collins Adomako-Mensah in seiner Ansprache zum Auftakt der Referenzprojektreise. „Die Rahmenbedingungen für den Ausbau erneuerbarer Energien sind geschaffen. Nun liegt es an den lokalen Unternehmen, diese Potenziale zu nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.“
Solarmarkt mit Potenzial
In der Tat setzen vor allem Industrie und Gewerbe verstärkt auf Photovoltaikanlagen, um sich von der teuren öffentlichen Stromversorgung unabhängiger zu machen und Betriebskosten zu senken. Das ist eine gute Nachricht für deutsche Solartechnikanbieter, denn der Solarmarkt in Ghana bietet weiterhin viel Potenzial. Der Strombedarf wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. Auch sind wichtige Rahmenbedingungen gegeben: Ghana gilt als demokratischer Stabilitätsanker in Westafrika und zählt zur Gruppe der Länder mit mittlerem Einkommen. Nach der Wirtschaftskrise der letzten beiden Jahre ist Ghana wieder auf Wachstumskurs.
Maßgeschneiderte Lösungen sind gefragt
Noch sind viele Industrie- und Gewerbebetriebe in Ghana zögerlich bei Investitionen in Photovoltaik. Die wirtschaftliche Krise und schwierige Finanzierungsbedingungen haben den Markt zusätzlich belastet. Viele Unternehmen in Ghana tun sich schwer, den Nutzen von Investitionen in Solarkraft zu bewerten oder alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu identifizieren. Daraus wächst ein Bedarf an Kontakten zu verlässlichen Lösungsanbietern und Beratung zur bedarfsorientierten Auslegung und Finanzierung entsprechender Systeme.
Um das zu ändern, organisierte das Team des Projektentwicklungsprogramms (PEP) der Exportinitiative Energie vom 24. bis zum 26. September 2024 in Kumasi, der zweitgrößten Stadt Ghanas, eine Referenzprojektreise. Deutsche KMU konnten ihre Expertise potenziellen Kunden und lokalen Entscheidern vorstellen. Die ghanaischen Teilnehmenden gewannen so einen Eindruck von Lösungen und Leistungen „made in Germany“ und lernten mögliche Partner für die Planung und Umsetzung ihrer Photovoltaikprojekte kennen. Der Fokus der Reise lag auf energieintensiven Branchen wie der Metall- und der Agrarindustrie. Rund 70 Teilnehmende besuchten die Veranstaltung, darunter vor allem Firmenverantwortliche und politische Entscheider.
Erfahrungen aus erster Hand überzeugen
Ein zentraler Teil der Referenzprojektreisen ist der Besuch von Projekten, die lokale Bedingungen widerspiegeln und Investoren Anregungen für eigene Solarprojekte bieten. Der direkte Austausch mit den Anwendern liefert Informationen aus erster Hand über den Projektverlauf und über den Nutzen der Photovoltaikanlagen im täglichen Betrieb. In der Region Ashanti besuchten die Teilnehmenden eine Lodge und einen Stahlhersteller. Beide Unternehmen verwirklichten ihre Photovoltaikprojekte mit deutschen KMU. Ihre Motivation: Energiekosten und Emissionen senken.
Für die Referenzunternehmen hat sich die Investition gelohnt: Der Stahlhersteller deckt 10 Prozent seines Strombedarfs durch seiner Aufdach-Photovoltaikanlage, während die Lodge pro Jahr fast 15.000 Kilogramm Kohlendioxid einspart. „Solche Erfahrungen aus erster Hand machen die Anwendung der Solarenergie weniger abstrakt und senken die Entscheidungsschwelle für potenzielle Kunden deutlich“, unterstreicht Benjamin Struß, PEP-Ländermanager für Ghana.
Grundlage für Geschäftspartnerschaften
Während der Konferenz und der Vor-Ort-Besichtigungen hatten lokale Teilnehmende und die Vertreter und Vertreterinnen der deutschen Solarfirmen Gelegenheit, sich auszutauschen, Projekte zu diskutieren oder bereits konkrete Geschäftskontakte anzubahnen. Das PEP-Team steht beiden Partnern bei der Projektentwicklung beratend zu Seite. So ist sichergestellt, dass die Projekte zügig, transparent und kostensparend abgewickelt werden können.
Das Projektentwicklungsprogramm setzt auch 2025 sein Engagement für erneuerbare Energien in Ghana fort. Im zweiten Quartal 2025 findet in Ghana eine German Training Week zum Thema „Grüner Wasserstoff“ statt. Im gleichen Zeitraum organisiert PEP ebenfalls ein Webinar über Photovoltaik in der Industrie.