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Wasserstoff im Fokus: Delegation aus Rumänien und Moldau in Deutschland
Einleitung
Vom 4. bis 8. Mai 2025 informierte sich eine Delegation aus Rumänien und der Republik Moldau im Rahmen einer Informationsreise der Exportinitiative Energie über aktuelle Entwicklungen im Bereich Wasserstofftechnologien in Deutschland. Die Teilnehmenden aus Verwaltung und Wirtschaft erhielten Einblicke in innovative Anwendungen entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette – von der Erzeugung über die Speicherung bis hin zur Nutzung in Industrie, Mobilität und Gebäuden.
Den Auftakt der Delegationsreise bildete ein Besuch beim Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Ulm. Prof. Dr. Markus Hölzle stellte dort aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Erzeugung und Speicherung von grünem Wasserstoff vor. Ein besonderes Highlight: das Brennstoffzellen-Testzentrum vor Ort. Im Anschluss besichtigte die Gruppe den Energiepark der Hochschule Ulm mit einer Gasturbine, die zu 100 % mit Wasserstoff betrieben wird. Den Tagesabschluss bildete die Präsentation von Norbert Unterharnscheidt (e.systeme21), der zeigte, wie sich Solarstrom und Wasserstofftechnologie für eine CO₂-freie, energieautarke Versorgung von Gewerbebetrieben kombinieren lassen.
Technologie und Innovation bei BMW und Quest One
Am Dienstag besuchte die Delegation die BMW-Welt und das BMW-Museum in München, in dem u.a. das innovative Modell BMW iX5 Hydrogen ausgestellt wird. Am Nachmittag wurde die Delegation von den Expertinnen und Experten der Quest One GmbH in Augsburg empfangen, die auf die Produktion von grünem Wasserstoff via PEM-Elektrolyse spezialisiert sind und die Industrialisierung und Serienproduktion ihrer Technologie vorantreiben.
Fachkonferenz und Messebesuch auf der Smarter E Europe
Am Mittwoch folgte der Besuch der Messe The Smarter E Europe 2025 in München. Im Rahmen der Messe wurde die Fachkonferenz der Reise veranstaltet. Die bereits gewonnenen Eindrücke der vergangenen Tage wurden eingeordnet durch Beiträge von Edwin Stuhrberg, Vertreter des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), Cristina Pereteatcu, Staatssekretärin im Energieministerium der Republik Moldau, und Oana-Marciana Özmen, wasserstoffpolitische Expertin aus Rumänien , die Ziele und Fortschritte im Wasserstoffhochlauf der Länder erläuterten und die Rolle der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, insbesondere hinsichtlich der Infrastrukturentwicklung und des Technologietransfers, betonten. Caroline Reiser, Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B), berichtete zu laufenden und geplanten Wasserprojekten und Förderprogrammen in der Region. Abschließend erläuterte Joshua Thibaud Hofmann, Senior Policy and Regulation Manager bei hydrogenious, das Green Hydrogen@Blue Danube-Projekt, bei dem perspektivisch grüner Wasserstoff aus Osteuropa über die Donau nach Bayern gebracht werden soll. Die Delegation nutzte die Gelegenheit für Diskussion und Vernetzung im anschließenden Get-Together. Nachmittags besuchte die Gruppe ausgewählte Ausstellerinnen und Aussteller auf der Messe im Rahmen eines geführten Rundgangs mit Fokus auf Wasserstofflösungen.
Messerundgang mit der Delegation auf der Smarter E Europe (Intersolar)
Am Donnerstag wurden die Delegierten von BMW in München empfangen. BMW stellte seinen holistischen Ansatz zur Zukunft der Mobilität vor, der sowohl auf Elektromobilität als auch auf den Einsatz von Wasserstoff in Pkw setzt. Neben ihrer Vision für die kommenden Jahre wurde auch auf aktuelle Herausforderungen wie den Wasserstoffpreis, geopolitische Entwicklungen und Handelshemmnisse eingegangen.
Fazit: Dialog stärkt Wasserstoffkooperation in Europa
Die Informationsreise der Exportinitiative Energie erwies sich als wirkungsvolle Plattform für den fachlichen und politischen Austausch zwischen rumänischen, moldauischen und deutschen Wasserstoffakteurinnen und -akteuren. Durch gezielte Projektbesuche, praxisnahe Einblicke und hochrangige Gespräche konnten die Teilnehmenden fundierte Eindrücke von den Potenzialen der deutschen Wasserstofftechnologien gewinnen. Das große Interesse und die bereits angestoßenen Dialoge zu möglichen Kooperationsvorhaben verdeutlichen, dass der bilaterale Austausch einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung gemeinsamer Klimaziele und zum Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in Europa leisten kann. Weitergeführt wird das Projekt in Form eines Gegenbesuchs einer deutschen Unternehmensdelegation in Rumänien im September 2025 im Rahmen einer Energie-Geschäftsreise der Exportinitiative Energie des BMWE.
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