Platteneisanlage aus Deutschland unterstützt die Betonindustrie im ägyptischen Mega-Baukomplex

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Ägyptens Nachfrage nach Beton ist in den letzten Jahren rasant gestiegen – insbesondere durch die Expansion neuer Stadtteile wie Neu-Kairo und den Bau der „New Administrative Capital“ östlich von Kairo. Der Mega-Baukomplex, der künftig Ministerien, Behörden, Wohnquartiere und Infrastruktur vereinen soll, zählt zu den größten urbanen Entwicklungsprojekten Nordafrikas.

Gerade in den heißen Sommermonaten stellen die extremen klimatischen Bedingungen der Region die Bauwirtschaft, insbesondere die Betonindustrie vor große Herausforderungen. Eine präzise Temperaturkontrolle bei der Mischung von Beton ist entscheidend, um eine optimale Qualität und Haltbarkeit des Frischbetons zu sichern.

Deutsche Eistechnologie als Lösung

Abhilfe schafft nun eine Platteneisproduktionstechnologie aus Deutschland: Die KTI-Plersch Kältetechnik GmbH hat im Rahmen eines Referenzprojekts für die Markterschließung Ägyptens eine energieeffiziente Platteneisanlage vom Typ PLIP 120 in Neu-Kairo ausgeliefert.

Die in einem 40-Fuß-Container verbaute Anlagentechnik produziert täglich bis zu 120 Tonnen Eis, das zur Kühlung von lokal erforderlichen Betonmischungen genutzt wird – ein essenzieller Beitrag zur Qualitätssicherung. Das produzierte Eis wird in einem mobilen Eislager mit einer Kapazität von 75 Tonnen zwischengelagert und an die 13 anliegenden Betonunternehmen verkauft, die es direkt in ihren Mischprozessen einsetzen.

Betrieben wird die Referenzanlage von der ägyptischen Tochtergesellschaft von KTI-Plersch, ICE HUB, die die Installation und Inbetriebnahme auf dem Gelände des lokalen Eisabnehmers BRIX realisierte.

Energieeffizienz und Klimaschutz vereint

Die Besonderheit der Technologie liegt in der Energieeinsparung von bis zu 45 Prozent gegenüber herkömmlichen Eisanlagen – was einer signifikanten Reduktion der CO₂-Emissionen entspricht. Möglich wird dies durch den Einsatz des natürlichen Kältemittels Ammoniak (NH₃), das nicht nur besonders energieeffizient, sondern auch klimaweltfreundlich ist, da es kein nennenswertes Treibhauspotenzial besitzt.

Die kompakte, modular aufgebaute Anlagentechnik eignet sich für besonder anspruchsvolle Baustellenumgebungen mit begrenzter Infrastruktur und hohem Kühlbedarf. Das vor Ort produzierte Eis wird zwischengelagert und je nach Bedarf an die Betonmischanlagen verteilt. Überschüssige Mengen – insbesondere in den kühleren Monaten – können flexibel an andere Branchen, etwa die Lebensmittelindustrie oder lokale Fischmärkte, verkauft werden. So leistet die Anlage nicht nur einen Beitrag zur Qualitätssicherung auf Baustellen, sondern stärkt zugleich die Ressourceneffizienz in der Region.

Platteneisanlage aus Deutschland unterstützt die Betonindustrie im ägyptischen Mega-Baukomplex

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Unterstützung durch die Exportinitiative Energie

Am 28. Oktober 2025 wurde in Neu-Kairo die erste energieeffiziente Platteneisanlage von KTI-Plersch feierlich eingeweiht. An der Veranstaltung nahmen unter anderem der Leiter der Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft in Kairo sowie Vertreter der Deutschen Energie Agentur (dena), der AHK Ägypen, der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung UNIDO sowie des ägyptischen Umweltministeriums teil. Auch zahlreiche Interessenten und potenzielle Kunden waren anwesend. Das Unternehmen konnte bereits ein Folgeprojekt akquirieren sowie mehrere Kundenanfragen gewinnen.

Dr. Miguel Haubrich Seco, der Leiter der Wirtschaftsabteilung der Deutschen Botschaft erläuterte: „Diese Eisanlage von KTI-Plersch setzt neue Maßstäbe in Energieeffizienz und ökologischer Nachhaltigkeit. Wir sind fest davon überzeugt, dass diese Technologie in Ägypten eine vielversprechende Zukunft haben wird. Das System ermöglicht eine Hochleistungs-Eisproduktion bei minimaler Umweltbelastung – eine Kombination, die das deutsche Engagement für nachhaltige industrielle Innovation perfekt widerspiegelt.“

Mit dem RES-Programm unterstützt die Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) insbesondere kleine und mittelständische deutsche Unternehmen der Erneuerbare-Energien- sowie Energieeffizienz-Branche mit innovativen Lösungen bei der Erschließung neuer Absatzmärkte. Im Rahmen des Programms werden Referenzanlagen in einem Zielmarkt errichtet und mit Unterstützung der Deutschen Energie-Agentur GmbH öffentlichkeits- und werbewirksam vermarktet. Durch Informationsvermittlung sowie Schulungsaktivitäten wird die Nachhaltigkeit des Markteintritts gefördert und die Qualität klimafreundlicher Technologien aus Deutschland demonstriert.