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Neue Märkte, neue Partner: Deutsche Energietechnologien treffen kolumbianisches Interesse
Einleitung
Im Rahmen der Exportinitiative Energie reiste im Mai 2025 eine deutsche Delegation nach Kolumbien, um konkrete Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Netzausbau, erneuerbare Energien und Energiespeicher zu erkunden. Stationen der Reise waren Bogotá, Cartagena und Barranquilla – Städte, die sich zu wichtigen Energiezentren im Land entwickeln.
Das Programm der einwöchigen Reise war vielfältig und intensiv: Es begann mit einem Fachforum in Bogotá, das über 190 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbrachte. Darüber hinaus führten die Delegationsteilnehmer mehr als 40 gezielte B2B-Gespräche mit potenziellen Partnern. Ergänzt wurde das Programm durch technische Besuche bei Schlüsselprojekten, darunter die Solaranlage von Reficar (Grupo Ecopetrol), das Innovationszentrum Econova Caribe sowie der Windpark Carreto von Celsia.
In Cartagena standen der Austausch mit regionalen Energieakteuren und neue Kooperationsansätze im Fokus, während in Barranquilla strategische Allianzen, etwa mit ProBarranquilla und der Regionalregierung des Departamento Atlántico, gestärkt wurden.
Ein voller Erfolg
Die beteiligten deutschen Unternehmen zeigten sich beeindruckt von der Offenheit, dem technischen Know-how und dem konkreten Interesse der kolumbianischen Partner.
Thimo Klein, Sales & Business Development Manager von A. Eberle, betont:
„Ich bin ohne große Erwartungshaltung rangegangen und war sehr begeistert von der gesamten Reise. Für uns war es ein voller Erfolg.“
Er betonte die Bedeutung solcher Reisen zur Erschließung neuer Märkte:
„Gerade in Ländern, in denen man sich selbst nicht so gut auskennt, können die Exportinitiative und die AHK vor Ort enorm dabei helfen, Fuß zu fassen.“
Auch Juan Higuera, Geschäftsführer von Elektro Higuera, zieht eine positive Bilanz:
„Für uns war es sehr interessant, an dieser Reise teilzunehmen. Wir haben nicht nur externe Aspekte gesehen, sondern auch von innen heraus verstanden, was Kolumbien braucht. Für uns war das der Grundstein zur Gründung einer Filiale vor Ort.“
Sein Appell an andere Unternehmen:
„Der direkte Kontakt mit den Bedürfnissen vor Ort und die umfassenden Informationen, die man durch die Delegationsreisen bekommt – das ist das Beste, was einem passieren kann, wenn man international expandieren will.“
Starke Partnerschaften mit politischer Rückendeckung
Die Beteiligung von Vertreter:innen zentraler kolumbianischer Institutionen wie dem Energieministerium, UPME, CREG, DNP und FENOGE, machte die politische Relevanz des Themas deutlich.
Andrés Peñaranda, Berater bei der Energieplanungsbehörde UPME, sieht Deutschland als wichtigen Partner:
„Wir stehen mitten in der Energiewende und modernisieren unser Übertragungssystem. Deutschland spielt dabei eine Schlüsselrolle – es bringt wertvolle Erfahrungen, Erkenntnisse und Technologie ein, um diesen Wandel effizient, sicher und zuverlässig zu gestalten.“
Ángela Patricia Álvarez Gutiérrez, Geschäftsführerin von FENOGE, betont die Chancen der Zusammenarbeit:
„Deutschland bringt technologische Entwicklungen und Kofinanzierungen mit, die es ermöglichen, unsere gerechte Energiewende schneller und mit besserer Technologie voranzutreiben.“
Auch auf regionaler Ebene wurde das Engagement Deutschlands begrüßt. Alvero Rodríguez, Leiter des öffentlichen Energieversorgers der Stadt Madrid, sagte:
„Diese Foren helfen uns, internationale Erfahrungen zu nutzen und Modelle von Ländern wie Deutschland kennenzulernen, die beim Ausbau erneuerbarer Energien führend sind. Der Austausch mit diesen Akteuren bringt unserer Gemeinschaft und dem Planeten echten Nutzen.“
Ein gemeinsamer Weg zur Energiewende
Die Energie-Geschäftsreise hat gezeigt: Deutschland und Kolumbien können gemeinsam viel erreichen. Der Dialog zwischen Unternehmen, Behörden und Institutionen legt das Fundament für konkrete Projekte im Sinne einer nachhaltigen und gerechten Energiewende.