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Factsheets, Zielmarktanalysen und Studien geben Ihnen einen Überblick über Rahmenbedingungen, wichtige Branchen und den aktuellen Stand der Technik in den Zielländern.
Kommen Sie vor Ort ins Gespräch mit potenziellen Kundinnen, Kunden, Partnerinnen und Partnern im Ausland und legen Sie den Grundstein für Ihr Exportvorhaben.
Die Exportinitiative unterstützt die Vermarktung deutscher Referenzprojekte im Ausland. KMU können dadurch ihre Sichtbarkeit in Auslandsmärkten steigern.
Das Projektentwicklungsprogramm (PEP) unterstützt Ihre Markterschließung in Entwicklungs- und Schwellenländern durch konkrete Projekte, Schulungsmaßnahmen und Referenzprojekte.
Präsentieren Sie Ihr Unternehmen auf Energiemessen weltweit oder informieren Sie sich über das Angebot der Exportinitiative auf ausgewählten Messen in Deutschland.
Mit Registrierung in unserer Teilnehmerdatenbank bleiben Sie künftig zu allen Veranstaltungen für die von Ihnen ausgewählten Zielmärkte auf dem Laufenden.
Mit der Exportinitiative Energie profitieren Sie von einem umfangreichen Unterstützungsangebot für Ihr Exportvorhaben, das auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist.
Hier finden Sie einen Überblick über eine Auswahl weiterer Förder- und Informationsangebote sowie Finanzierungsangebote der Bundesregierung und anderer Akteure.
Diese Veranstaltungen werden zusätzlich zu den Terminen der Exportinitiative Energie aufgeführt, da sie einen thematischen Bezug zu klimafreundlichen Energielösungen und Auslandsmärkten aufweisen.
Die monatlich erscheinenden Exportnews unterrichten über aktuelle, exportrelevante Informationsangebote, Veranstaltungen, Projekte sowie weitere Aktivitäten.
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Deutsche Unternehmen als Partner für Indiens Wasserstoffhochlauf
Einleitung
Wie Deutschland Wasserstofftechnologien entwickelt und anwendet, erlebte eine Delegation indischer Fachkräfte vor Ort. Im Mittelpunkt standen innovative Lösungen zur Produktion, Speicherung und Verteilung von grünem Wasserstof und die Frage, wie beide Länder künftig noch enger zusammenarbeiten können.
Indien investiert in eine grüne Zukunft – Chancen für deutsche Unternehmen
Indien verfolgt mit der National Green Hydrogen Mission ehrgeizige Ziele: Bis 2030 soll eine jährliche Produktionskapazität von fünf Millionen Tonnen grünem Wasserstoff erreicht werden. Große Industriekonzerne wie Reliance Industries und die Adani Group investieren bereits in großem Umfang in den Aufbau entsprechender Produktionsanlagen.
Für deutsche Unternehmen eröffnen sich dadurch vielfältige Kooperationsmöglichkeiten, insbesondere in den Bereichen Elektrolyseurtechnologie, Brennstoffzellentechnologie, Speicherlösungen und Systemintegration. Deutschland wiederum beabsichtigt, langfristig grünen Wasserstoff aus Indien zu importieren. Im Rahmen der Deutsch-Indischen Energiepartnerschaft und der geplanten Indo-German Green Hydrogen Roadmap soll die Zusammenarbeit weiter intensiviert werden.
Eine Zusammenarbeit bei der lokalen Elektrolyseurproduktion, der Netzintegration und der industriellen Nutzung von Wasserstoff kann Indien helfen, die Ziele seiner Mission effizienter zu erreichen. Darüber hinaus können gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte, Technologietransfer und der politische Austausch, gestützt durch deutsche Expertise in Sicherheit und Zertifizierung, Indiens Position als globales Zentrum für erschwingliche und zuverlässige grüne Wasserstofflösungen stärken, erklärt Neha Khaladkar von der AHK Indien.
Fachdialog, Technologieeinblicke und Praxisbeispiele aus Nordrhein-Westfalen
Die Delegation reiste am 13. Oktober in Wuppertal an, wo am Folgetag die Fachkonferenz stattfand. Nach Begrüßungsworten von Vertreterinnen und Vertretern der Indo-German Chamber of Commerce und der Wuppertaler Wirtschaftsförderung folgten Fachvorträge zu klimaneutraler Industrie, Forschung zu E-Fuels und Standards für den globalen Marktzugang von grünem Wasserstoff.
Besonderes Interesse weckte der Beitrag von TÜV International zur Zertifizierung von grünem Wasserstoff – ein Thema von hoher Relevanz für indische Exportstrategien. Im Anschluss präsentierten deutsche Unternehmen ihre Lösungen im Bereich Wasserstofftechnologien und nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Delegierten.
Am Nachmittag besichtigte die Gruppe die Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG), die einen PEM-Elektrolyseur (1–2 MW) betreibt. Das Projekt dient als Modell für kommunale Wasserstoffinitiativen und veranschaulicht, wie aus regional erzeugtem Strom grüner Wasserstoff zur lokalen Nutzung gewonnen werden kann.
Der 15. Oktober führte die Delegation nach Dortmund und Holzwickede. Beim Besuch des H₂Powerplant von WILO stand ein innovatives Energiesystem im Mittelpunkt, das grüne Elektrizität in Wasserstoff umwandelt und Abwärme effizient nutzt. Anschließend informierte sich die Gruppe über das Pilotprojekt H₂HoWi von Westnetz, bei dem erstmals ein Abschnitt des öffentlichen Gasnetzes vollständig auf den Transport von Wasserstoff umgestellt wurde.
Am 16. Oktober standen mit der GET H₂-Initiative im Chemiepark Marl und dem Besuch bei thyssenkrupp nucera zwei Leuchtturmprojekte der deutschen Wasserstoffindustrie auf dem Programm. In Marl wurden großskalige Projekte zur Integration von Wasserstoffinfrastruktur und chemischer Industrie vorgestellt, während thyssenkrupp nucera seine jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung von Elektrolyseanlagen präsentierte.
Der Abschlusstag am 17. Oktober führte die Delegation nach Duisburg zum Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT), einem führenden Forschungsinstitut für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologien in Europa. Das ZBT zeigte praxisnahe Entwicklungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von der Wasserstoffproduktion über Speicherung bis zu Brennstoffzellensystemen.
Afeefa Parveen, Group Leader & Scientist bei Nordische Energy Systems Private Ltd, zeigte sich beeindruckt von der Reise:
„Meine Hauptmotivation war es, Einblicke in Deutschlands Fortschritte im Wasserstoffsektor zu gewinnen und potenzielle Kooperationen für eine saubere Energiewende zu identifizieren."
Sie betonte insbesondere das Potenzial gemeinsamer Projekte in den Bereichen grüne Wasserstoffproduktion, Speichertechnologien und Brennstoffzellenanwendungen. Besonders inspirierend fand sie die integrierten Wasserstoffprojekte, die Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit verbinden – ein Modell, das auch in Indien Anwendung finden könnte.
Fazit: Deutschland ist gefragter Technologiepartner
Die Informationsreise, organisiert und durchgeführt von eclareon, hat eindrucksvoll gezeigt, wie Deutschland und Indien gemeinsam den globalen Hochlauf von grünem Wasserstoff vorantreiben können. Die Delegation erhielt einen umfassenden Einblick in deutsche Technologien und Forschungsprojekte und konnte wertvolle Kontakte zu Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen knüpfen.
Die Reise legte damit einen wichtigen Grundstein für zukünftige Kooperationen, Technologietransfer und Investitionen im Bereich der grünen Wasserstoffwirtschaft zwischen beiden Ländern. Die Reise war somit nicht nur ein bedeutender Beitrag zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen, sondern auch ein strategischer Impuls für den Markteintritt deutscher Unternehmen in Indien.
Mit der für 2026 geplanten Energie-Geschäftsreise deutscher Unternehmen nach Indien wird dieser Dialog fortgesetzt. Das Ziel: konkrete Projekte anstoßen, Partnerschaften vertiefen und deutsches Know-how im globalen Wasserstoffhochlauf weiter positionieren.
Veranstaltungen in der Region
Energie-Geschäftsreise
Veranstaltung:Produktion, Distribution und Speicherung von grünem Wasserstoff in Indien