Zielmarktübergreifend

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Im Rahmen der Klimakonferenz 2018, COP24, im polnischen Katowice wurden neue Einzelheiten der Desert to Power-Initiative bekannt gegeben. Die Initiative zielt darauf ab, bis 2025 Solarenergie mit einer Kapazität von 10 GW in der Sahelzone zu installieren. In der Region sollen somit 250 Millionen Menschen mit Ökostrom versorgt werden.

Um Entwicklungsländern bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, wurde das Programm von der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) gemeinsam mit dem Green Climate Fund und dem Africa50 Investmentfonds im Juni 2018 ins Leben gerufen. Für die Umsetzung soll auf eine Mischfinanzierung, bestehend aus privatwirtschaftlichem Kapital und Entwicklungsfonds, zurückgegriffen werden.

Derzeit haben 64 % der Bevölkerung der Sahel – Senegal, Nigeria, Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger, Tschad, Sudan und Eritrea – keinen Zugang zu Elektrizität. Dieses Entwicklungshemmnis hat negative Auswirkungen auf Bildung, Gesundheit und Wirtschaft. Laut Schätzungen der AfDB, die das Projekt anführt, kostet die Energiearmut in Afrika den Kontinent jährlich 2-4 % des BIP.

Für Unternehmen mit Interesse an der Sahelzone bietet die Exportinitiative Energie im Jahr 2019 eine Reihe von Veranstaltungen an: Im ersten Quartal 2019 sind zwei German Training Weeks zum Thema Solarenergie in Nigeria und Senegal geplant. Weiterhin findet im Juni 2019 eine AHK-Geschäftsreise zum Thema „Hybridisierung mit erneuerbaren Energien in Industrie und Gewerbe“ statt. Für Märkte im frankophonen Westafrika wird im 3. Quartal eine Informationsveranstaltung zum Thema „Dezentrale, netzunabhängige Lösungen“ angeboten.