Nationalflagge Bangladesch

Die Regierung von Bangladesch plant die Installation von Photovoltaik (PV)-Anlagen auf den Dächern aller Bildungseinrichtungen des Landes. Ziel ist es, innerhalb des nächsten Jahres mehr als 10 % des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien zu decken.

Die neuen Anlagen sollen die Bildungseinrichtungen mit Strom versorgen und zugleich mit dem Netz verbunden werden, um die überschüssige Energie einzuspeisen. Die Anlagen werden unter dem sogenannten Build-Own-Operate (BOO)-Prinzip gebaut, entsprechend muss der Entwickler den Bau und Betrieb gewährleisten und erhält einen Stromabnahmevertrag. Um den Ausbau zu beschleunigen, werden die staatseigenen Entwicklungsinstitute Darlehen zu 6 % und die Geschäftsbanken zu 9 % für den Bau von Aufdachanlagen in Schulen anbieten.

Das Vorhaben soll neben dem Einsatz von Erneuerbaren auch eine gute Basis für zukünftige Bauprojekte schaffen. Um das Ziel der Regierung zu unterstützen, wird die Erweiterung der Net-Metering-Richtlinie für Privathaushalte vorbereitet. Die Bereitschaft, PV-Anlagen für Eigenheime zu installieren, soll so gesteigert werden. Zudem wird durch das Vorhaben die Elektrifizierung in ländlichen Regionen gefördert.

Für deutsche Technologie- und Dienstleistungsanbieter aus dem Bereich der Solarenergie werden im Zuge des Vorhabens neue Absatzpotenziale in Bangladesch geschaffen.