Budapest, Ungarn

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Die ungarische Regierung will aus der Kohleverstromung aussteigen – fünf Jahre früher als bisher geplant. Schon im Jahr 2025 soll das letzte Kohlekraftwerk in dem osteuropäischen Land seinen Betrieb einstellen. Das gab Attila Steiner, ungarischer Staatsminister für Angelegenheiten der Europäischen Union, bei einem Treffen der Organisation Powering Past Coal Alliance Anfang März bekannt. Eine 200-MW-Solaranlage und ein Gaskraftwerk sollen das Matra-Kohlekraftwerk östlich der Stadt Gyöngyös ersetzen.

Bis zum Jahr 2030 will Ungarn die Kapazität seiner Solaranlagen auf insgesamt 6 GW steigern. Ende vergangenen Jahres betrug die Kapazität aller Anlagen noch 2 GW. Gleichzeitig will das Land seinen Strom bis zum Jahr 2030 zu 90 Prozent klimaneutral erzeugen, sagte Steiner bei dem Treffen. Zulieferer und Projektierer von Erneuerbare-Energie-Anlagen könnten von einem positiven Nachfrageeffekt nach ihren Produkten in Ungarn profitieren.