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Marktanalysen 24.03.2021 - Energieerzeugung

Usbekistan: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz AHK-Zielmarktanalyse 2021

Einleitung

Der Ausbau- und Modernisierungsbedarf in der gesamten usbekischen Stromwirtschaft ist aktuell größer denn je. Durch die Umsetzung der Reformpakete im Investitions- und Energiebereich in den Jahren 2017 bis 2019 und durch die branchenübergreifende Marktliberalisierung öffnet sich Usbekistan zunehmend für ausländische Direktinvestitionen und für Importe von energieeffizienten „grünen“ Know-how-Technologien.

  • Anwendungsfeld/ Technologie: Energieerzeugung, Bioenergie, Gebäudeeffizienz, Energiespeicher, Geothermie, Industrie- und Gewerbeeffizienz, Kleinwasserkraft, Solarenergie, Windenergie
  • Zielmarkt: Usbekistan
  • Zielregion: Asien, Zentralasien
 ZMA Usbekistan 2021

Die Energiestrategie 2019 sieht bis 2030 Maßnahmen zur Reformierung des von Wärmeenergie (ca. 85 Prozent) dominierten Energiemarktes vor. Ziel ist die Modernisierung der längst investitionsanfälligen und überalterten Kraftwerke sowie der Aufbau der „EE-Industrie“ unter Beteiligung ausländischer Investoren. Eine strategische Priorität für die usbekische Energiepolitik stellt die Erhöhung des EE-Anteils von derzeit 10 Prozent bis auf 25 Prozent der gesamten Stromproduktion bis 2030 dar. Die ambitionierten Regierungspläne im EE-Bereich sollen in den kommenden Jahren vom neugegründeten Ministerium für Energie durch die Umsetzung von kleinen und großen Investitionsprojekten in den Bereichen Solar-, Wind- und Wasserenergie realisiert werden.

Eine der größten Herausforderungen für die Gewährleistung der usbekischen Energiesicherheit ist die Erhöhung der Energieeffizienz bei „großen Energiefressern“ (Gebäude und Industrie) mit hohen Verlustraten. Eine weitere stellt der emporschnellende Energieverbrauch im Land dar. Allein im Gebäudesektor, verantwortlich für rund die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs des Landes, soll der Energiebedarf in den nächsten zehn Jahren um das Dreifache steigen. Usbekistan hat im Jahr 2018 das Pariser Klimaschutzabkommen ratifiziert und muss bis 2030 den CO2-Aussstoß um 10 Prozent senken.

Der massive Aufbau der „EE-Industrie“ und die Verbesserung der Energieeffizienz sind nicht nur auf den Makro- und Mikro-(Haushalts-)Ebenen von Vorteil. Gemäß Experten kann die Gewährleistung der Energiesicherheit die Abhängigkeit des Landes im Energiesektor von Nachbarländern verringern und dadurch die wirtschaftliche und politische Stabilität des Landes stärken. Zu beachten hierbei ist auch, dass die größten Energieexporteure nach Usbekistan (wie z.B. Kasachstan) Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion sind, die das Ziel verfolgen, bis 2030 einen gemeinsamen Energiemarkt zu schaffen. Einer unabhängigen und stabilen Energieversorgung wurde vor diesem Hintergrund eine strategische Bedeutung beigemessen.

Veranstaltung in Usbekistan

  • AHK-Geschäftsreise optional inkl. Finanzierungsberatung

    Veranstaltung: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Usbekistan

    07.06.2021 –11.06.2021
    Usbekistan

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