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Marktanalysen 23.08.2023 - Auslandsmarktinformationen

Namibia: Grüner Wasserstoff & Power-to-X AHK-Zielmarktanalyse

Einleitung

Die namibische Regierung erachtet Wasserstoff als Chance für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Landes und treibt den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft aktiv voran. Namibia verfügt über eine Wasserstoffstrategie, die konsequent umgesetzt wird. Ziel ist es, der führende Exporteur von grünem Wasserstoff in Afrika zu werden und eine jährliche Wasserstoffproduktion von 10-15 Mio. t/Jahr bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Die im Vergleich zu anderen potentiellen H2-Exportländern relativ niedrigen Produktionskosten für Wasserstoff und Derivate machen Investitionen in grünen Wasserstoff in Namibia wirtschaftlich interessant.

  • Anwendungsfeld/ Technologie: Energiespeicher, Wasserstoff
  • Zielmarkt: Namibia
  • Zielregion: Afrika, Südliches Afrika
AHK-Zielmarktanalyse Namibia

In Namibia wurde bereits eine funktionierende Struktur für die Entwicklung des Wasserstoff-Sektors etabliert: Geeignete Wasserstoffentwicklungszonen wurden definiert, Pilotmaßnahmen angeschoben und die Ausschreibung eines ersten Großprojektes auf öffentlichem Land abgeschlossen. Dabei hat das Land aktiv internationale Unterstützung und Partnerschaften gesucht. Insbesondere die Bundesrepublik Deutschland unterstützt Namibia aktiv beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft.

Namibia verfügt über komparative Vorteile für die Wasserstoffproduktion, welche die gesteckten Ziele in greifbare Nähe rücken: Hervorragendes Potenzial für erneuerbare Energien inklusive niedriger Gestehungskosten, geografische Nähe der erneuerbaren Ressourcen zur Küste und Hafenanbindung an die globalen Märkte, Landverfügbarkeit und eine der stabilsten demokratischen Regierungen in Afrika. Potenzialanalysen von internationalen Institutionen sowie detaillierte Berechnungen der namibischen Regierung legen nahe, dass Wasserstoff und daraus hergestellte Derivate in Namibia zu wettbewerbsfähigen Preisen produziert werden können – im Jahr 2023 sollen die Kosten für Wasserstoff bei 1,50 USD/kg liegen, grüner Ammoniak soll für 460-510 USD/t produziert werden können.

Vor Ort bestehen aktuell noch kaum Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich Planung, Bau und Betrieb von Wasserstoffproduktion und Derivatesynthese. Deutsche Firmen nehmen bereits jetzt eine führende Position als Lieferanten für Anlagentechnik und Maschinen ein und der deutsche Wissensvorsprung im Bereich Wasserstoff ist den namibischen Akteuren bewusst. Daraus ergeben sich für deutsche Unternehmen Geschäfts- und Kooperationschancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Wasserstoffwirtschaft.

Die vorliegende Zielmarktanalyse vermittelt einen detaillierten Einblick in länderspezifische Besonderheiten, Marktpotenziale und Absatzmöglichkeiten für deutsches Know-how und Produkte im Bereich Wasserstoff.

Veranstaltungen in der Region

  • Energie-Geschäftsreise (optional inkl. Finanzierungsberatung)

    Veranstaltung: Grüner Wasserstoff und Power-to-X in Namibia und Südafrika

    11.09.2023 –15.09.2023
    Südafrika

    Öffnet Einzelsicht