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Marktanalysen 03.05.2024 - Solarenergie

Sambia: Dezentrale Strom- und Eigenversorgung Zielmarktanalyse

Einleitung

Die sambische Regierung verfolgt aktiv das Ziel, die Stromerzeugung auszubauen und zu diversifizieren. Die Anpassungen der gesetzlichen Regelungen für den Strommarkt, zur Schaffung besserer Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien und privatwirtschaftliches Engagement schreiten deutlich voran.

  • Anwendungsfeld/ Technologie: Energieerzeugung, Solarenergie, Energiespeicher
  • Zielmarkt: Sambia
  • Zielregion: Afrika, Südliches Afrika
Dezentrale Strom- und Eigenversorgung in Sambia

Der sambische Strommarkt ist mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: Die Erzeugungskapazitäten müssen ausgebaut werden, um mittelfristig den steigenden Elektrizitätsbedarf zu decken. Der Zugang zu Elektrizität im ländlichen Raum ist gering. Die vorhandene Stromerzeugung ist stark abhängig von der Wasserkraft (86% der Stromerzeugung), sodass Schwankungen bei den jährlichen Regenmengen zu Stromengpässen führen. Die Stromtarife sind nicht kostendeckend, so dass dem staatlichen Energieversorger ZESCO die finanziellen Mittel fehlen, um Investitionen in die Infrastruktur vorzunehmen.

Diesen Herausforderungen wird durch folgende Maßnahmen begegnet:

  • Liberalisierung des Strommarktes, um privatwirtschaftliches Engagement und Investitionen zu ermöglichen.
  • Diversifizierung der Stromerzeugung, vor allem durch den Ausbau von Photovoltaik (PV).
  • Anhebung der der Strompreise, um die Tarife auf ein kostendeckendes Niveau zu heben.
  • Die ländliche Elektrifizierung erfolgt verstärkt mittels PV-Inselnetze (Mini-Grids).

Die Maßnahmen führen zu einer positiven Marktentwicklung für erneuerbare Energien, insbesondere PV. Im Rahmen von öffentlichen Ausschreibungen werden große, netzgebundene PV-Parks realisiert. Die steigenden Stromkosten und wiederkehrende Stromengpässe führen zu einem wachsenden Interesse von Gewerbe und Industrie an Eigenversorgungskonzepten mittels erneuerbarer Energien – auch wenn die wirtschaftliche Attraktivität der Eigenversorgung noch gering ist bzw. stark von den Gegebenheiten beim Kunden abhängig ist. Durch die Öffnung des Strommarktes für private Akteure und verbesserte regulatorische Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energielösungen, ergeben sich Marktsegmente und damit Geschäftschancen für deutsche Unternehmen − insbesondere, wenn die Unternehmen offen für Betreibermodelle und Investitionen sind. Im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung – Technologie und Dienstleistungen weist Sambia eine sehr hohe Importabhängigkeit auf. Diese bietet Marktchancen für deutsche Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.