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Vietnam ist eines der weltweit größten Produktions- und Exportzentren der Bekleidungs- und Textilindustrie. Dank qualifizierter Arbeitskräfte, niedriger Arbeitskosten und hoher Produktivität verlagern viele Modemarken ihre Produktion nach Vietnam. Hinzu kommen verschiedene lokale und internationale Anreize für den Import von Materialien und den Export in die Zielmärkte. Fabriken in diesem Sektor haben normalerweise große Gebäude und Dachflächen. Sie arbeiten mit einem stabilen Verbrauchsmuster: Produktion über sechs Tage die Woche in zwei oder drei Schichten pro Tag, wobei der Hauptverbrauch tagsüber erfolgt. Diese Eigenschaften bieten optimale Bedingungen für den Einsatz von Aufdach-Solaranlagen und helfen den Herstellern, die Energiekosten und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dies unterstützt gleichzeitig die Nachhaltigkeitsziele, die von globalen Modemarken in den letzten Jahren festgelegt wurden.
Das Referenzprojekt
Ty Bach Vinh Long ist ein taiwanesisches Unternehmen, das zur LaiYi-Gruppe gehört und hauptsächlich für die US-amerikanische Vanity Fair Corporation im Bereich luxuriöser Sportmarken produziert. Die neu gebaute Fabrik mit einer Dachfläche von 70.000 Quadratmetern befindet sich in der Provinz Vinh Long. Das Unternehmen war an einer Aufdach-Solaranlage interessiert, um Energiekosten zu sparen und das von der Vanity Fair Corporation geforderte Ziel für erneuerbare Energien zu erreichen. Diese Maßnahme unterstützt die Strategie, ein nachhaltiges Vorzeigeprojekt von Vanity Fair in Vietnam zu werden. Die Installation von Aufdach-Solaranlagen erhöht die Sichtbarkeit des Unternehmens in der Branche und in der lokalen Gemeinde und zieht gute Arbeitskräfte an.
Auf der Ty Bach Fabrik wurde eine 10 MWp Aufdach-Solaranlage installiert, bei der verschiedene deutsche Komponenten wie das Gleichstromkabel JJ-LAPP und der Montagerahmen von Schletter verwendet wurden. Der geschätzte jährliche Energieertrag der Anlage beträgt 14.650 MWh, was einer Reduzierung von 13.375 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht. Bei diesem Projekt wurde ein Power Purchase Agreement (PPA)-Geschäftsmodell angewandt, bei dem der Solarpartner 100 Prozent des Projektwerts investiert und die Fabrik über einen Zeitraum von 20 Jahren einen niedrigeren Strompreis im Vergleich zum Preis des Versorgungsunternehmens zahlt.
Unterstützung der Exportinitiative Energie
Das Projektentwicklungsprogramm (PEP) der Exportinitiative Energie unterstützte Ty Bach Vinh Long mit verschiedenen Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung und Projektentwicklung. Dazu gehörten vertieftes Wissen über Aufdach-Solartechnologie, Beratung zu lokalen Vorschriften, Vor-Machbarkeitsanalyse des Aufdach-Solarprojekts, Vermittlung von Kontakten zu deutschen Unternehmen und Beratung bei Vertragsverhandlungen. Um eine hohe Leistung und einen zuverlässigen Betrieb des Solarsystems zu gewährleisten, wurden für dieses Projekt JJ-LAPP-Kabel und das Montagesystem von Schletter ausgewählt.