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Projektentwicklungsprogramm

Projektentwicklung in Mali German Training Week im Rahmen des Projektentwicklungsprogramms (PEP)

Einleitung

Beginn: 30.03.2020
Ende: 03.04.2020
Ort: Bamako, Mali
Anwendungsfeld/ Technologie: Energieerzeugung, Solarenergie
Zielmarkt: Mali
Zielregion: Westafrika, Afrika

Vom 30.03-03.04.2020 findet eine German Training Week zum Thema Projektentwicklung in Bamako, Mali statt.

Strategische Möglichkeit zur Positionierung Ihres Unternehmens

Ihr Unternehmen ist hiermit eingeladen, als Praxistrainer an dieser German Training Week mit Fokus Projektentwicklung teilzunehmen. Die Veranstaltung bietet deutschen Unternehmen eine hervorragende Gelegenheit, den Grundstein für langfristige Geschäftsbeziehungen zu legen und bestehende Kontakte in Mali zu vertiefen. Darüber hinaus ergibt sich durch die Teilnahme eine sehr gute Möglichkeit, bestehende Geschäftsopportunitäten vor Ort zu identifizieren und sich als erfahrener Partner einzubringen. Ihre Präsentation im technischen, kommerziellen oder rechtlichen Bereich unterstreicht Ihre Expertise gegenüber einem motivierten Publikum – überwiegend bestehend aus Projektentwicklern – und kann den Mehrwert eines erfahrenen Partners für eine erfolgreiche Umsetzung von Projekten hervorheben. Neben einer besseren Qualität der PV-Projekte im Zielmarkt erhöht sich dadurch zeitgleich die Attraktivität der finanziellen Investments und die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen.

Zielstellung der GTW-PD und Verantwortung des deutschen Trainers

GTW – PD soll lokale Trainingsteilnehmer in den PEP Zielregionen befähigen, Erneuerbare-Energie-Projekte im Bereich "embedded generation" mit kommerziellen und industriellen Kunden (C&I) von Beginn an vollständig und korrekt, auf höchstem Qualitätsniveau, aufzusetzen. Embedded generation meint Photovoltaikprojekte (u.U. mit Speicher und/oder Dieselgenerator) auf dem Dach oder in unmittelbarer Nähe zu einem Industrie- oder Gewerbeunternehmen, die kaum von regulatorischen Eigenheiten des Zielmarktes betroffen sind, da sie nicht in das Stromnetz des Energieversorgers einspeisen oder vollständig fern vom Stromnetz betrieben werden. Hierzu muss über viele Projektopportunitäten hinweg ein hoher Standardisierungsgrad beim technischen, vertraglichen und ökonomischen Design herrschen. Transparenz und Auditierbarkeit der gesamten Struktur, einschließlich des Kunden, müssen gegeben sein.

Nach Abschluss der GTW-PD sollen die Teilnehmenden in der Lage sein, qualitativ hochwertige Projekte zu entwickeln, die für deutsche Stakeholder (EPC, Investoren etc.) attraktiv sind und eine hohe Finanzierungsquote aufweisen.

Als Trainer übernehmen Sie einen Teil des bereits bestehenden viertägigen Curriculums. Konzipiert wurde das Training vom PEP mit dem Anspruch, dass alle relevanten Bereiche für die Projektentwicklung (in diesem Fall mit Schwerpunkt PV) miteinbezogen werden. Übergeordnet lassen sich diese Bereiche in technische, kommerzielle und rechtliche Aspekte der Projektentwicklung gliedern. Didaktisch wurde das Training so konzipiert, dass auch bei einem heterogenen Hintergrund der Teilnehmer die aktive und konzentrierte Teilnahme sichergestellt ist. Aus diesem Grund besteht das Trainingsmaterial aus einer Mischung von Präsentationen, Fallbeispielen, Rollenspielübungen und Simulationswerkzeugen, die eine hohe Interaktion zwischen Trainern und Teilnehmenden erfordern.

Die Vortragssprache des Kurses ist französisch ggf. mit Übersetzung für deutsche Firmen. Der fünftägige Kurs gliedert sich wie folgt:

Tag 1KursübersichtProjektphasen, Akteure, Finanzierung von Projekten
Tag 2Technische AspekteEinführung in PV-Technologie, Bewertung von PV-Ressourcen und Erträgen, Auslegung der Anlagen, Eigenstromerzeugungs-Konzepte, Standorteignung, Bau, Betrieb und Wartung
Tag 3Kommerzielle AspekteEnergieverbrauchsprofile, Geschäftsmodelle, Finanzmodellierung, Geschäftsmöglichkeiten für Projektentwickler
Tag 4Rechtliche AspekteHauptinvestitionsrisiken, Stromkaufvertrag (PPA), Leasingvertrag, EPC-Vertrag, O&M-Vertrag, Finanzierungsabkommen, regulatorische Fragen, Versicherungsbedingungen
Tag 5KommunikationProjekt Dokumentation, Erfolgreiche Vorbereitung für Projektentwickler, Projekt Teasers, Finaler Test

Zielmarkt Mali

Trotz anhaltenden politischen Spannungen, insbesondere im Norden vom Land, geht mit zunehmenden wirtschaftlichen Aktivitäten im Süden von Mali ein steigender Energiebedarf einher. Aktuell sind 350 MW an Stromerzeugungskapazitäten installiert – davon hauptsächlich Wasserkraft- und Dieselkraftwerke. Während die malische Wirtschaft aktuell vom Agrarsektor geprägt ist, gewinnt die Bergbauindustrie zunehmend an Bedeutung. Nach Südafrika und Ghana ist Mali heute der drittgrößte Goldproduzent Afrikas. In den letzten Jahren war ein konstantes Wirtschaftswachstum von 5-6 % zu verzeichnen. Aufgrund von erheblichen Erzeugungsdefiziten im Strommarkt und guten klimatischen Gegebenheiten für Photovoltaik-Anlagen sind Möglichkeiten für die Projektentwicklung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen gegeben. Dies zeigen auch jüngste Entwicklungen, ersten Referenzanlangen mit deutschen Komponenten wurden schon im Jahr 2019 fertiggestellt wurden. Insbesondere durch eine Strompreiserhöhung im August 2019 (Strompreise liegen tagsüber bei 0,12 €c), evaluieren immer mehr Industrien die Eigenstromversorgung durch PV um Energiekosten zu sparen. Darüber hinaus gibt es im Bereich der ländlichen Elektrifizierung und in netzgekoppelten PV-Anlagen eine Dynamik im Markt zu beobachten, so soll bis 2020 im Süden des Landes eine 40 MW PV-Hybrid-Anlage entstehen.

Projektentwicklungsprogramm der Exportinitiative Energie

Die German Training Week (GTW) – Project Development findet im Rahmen der Exportinitiative Energie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) statt. In diesem Zusammenhang bietet das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH implementierte Projektentwicklungsprogramm (PEP) ein umfangreiches Unterstützungsangebot für deutsche Unternehmen an, um deutsch-malische Geschäftspartnerschaften zu ermöglichen.

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