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Energieerzeugung

Photovoltaik für kommerzielle Netzeinspeisung, Industrie und Gewerbe in Bangladesch

Einleitung

Beginn: 07.09.2020
Ende: 10.09.2020
Ort: Dhaka, Bangladesch
Anwendungsfeld/ Technologie: Industrie- und Gewerbeeffizienz, Energieerzeugung, Solarenergie
Zielmarkt: Bangladesch
Zielregion: Asien, Südasien

Vom 7. bis 10. September 2020 findet eine durch das Projektentwicklungsprogramm (PEP) durchgeführte Geschäftsreise „Photovoltaik für kommerzielle Netzeinspeisung, Industrie und Gewerbe" nach Dhaka, Bangladesch statt.

Teilnahme

Die Geschäftsreise ist eine Fortführung der Infoveranstaltung vom 7. Oktober 2020 und richtet sich an deutsche kleine und mittlere Unternehmen, die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Photovoltaik sind.

Während der Fachkonferenz am 7. September 2020 haben die Teilnehmenden die einmalige Gelegenheit, ihre Produkte, Technologien und Dienstleistungen einem ausgewählten Fachpublikum vorzustellen.

Alle Teilnehmenden erhalten vorab eine umfassende Marktstudie, welche detaillierte Hintergrundinformationen zum Thema erneuerbarer Energien und insbesondere zum Solarmarkt in Bangladesch beinhaltet und aktuelle Entwicklungen und Potenziale aufzeigt. Darüber hinaus organisiert das PEP Site Visits, auf denen exklusive Projektopportunitäten vorgestellt werden und vermittelt individuelle Termine für die Teilnehmenden mit potenziellen Geschäftspartnern. Bei der Organisation dieser Termine orientiert sich das PEP an den speziellen Wünschen und Profilen der Teilnehmer der Geschäftsreise.

Der Anmeldeschluss ist der 24.07.2020. Bitte beachten Sie: Im Jahr 2020 entfällt der Eigenbeitrag bei Geschäftsreisen. Der betreffende Passus im Anmeldeformular kann ignoriert werden.

Informationen zum Zielmarkt

Bangladesch steht vor der großen Herausforderung, seine Stromerzeugungskapazitäten trotz schwindender Flüssig-Erdgas Reserven (LNG) zu erhöhen. Steigende Energiepreise und die Integration erneuerbarer Energien in den Strom-Mix sind wesentliche Maßnahmen, die von der Regierung festgelegt wurde, um dieser Herausforderung gerecht zu werden. Die lokale Industrie, mit der Bekleidungs- und Textilbranche als wichtigstem Sektor, sucht mit Nachdruck nach nachhaltigeren Alternativen und forciert diesen Schritt indem wie von fossil erzeugtem Strom auf kostengünstigere und saubere Versorgung umsteigt. Als weitere Motivation dient den Unternehmen die Tatsache, dass durch den Einsatz von erneuerbaren Energien der CO2-Fußabdruck der Unternehmen reduziert wird, was von vielen Auftraggebern aus Nachhaltigkeitsgründen jetzt schon gefordert wird und Voraussetzung für die Fortführung der Partnerschaften ist.

Aufgrund der hohen Kosten für Treibstoffimporte und der erforderlichen Investitionen in die Energieinfrastruktur wurde im Rahmen des Power Master Plans 2016 eine jährliche Erhöhung der Preise für Flüssig-Erdgas um 19,3 % und 10,3 % für Strom aus dem Verteilernetz beschlossen. Real jedoch stieg der LNG-Preis um 22,7 % (2017) und um 38 % (2019), was den durch LNG erzeugten Strom näher an den Netzstrompreis von 9 - 11 USD-Cent/kWh heranrückte. Diese Preisentwicklung hat den Druck auf die Textilunternehmen und Industrie erhöht und somit Photovoltaik (PV)-Aufdachanlagen als wirtschaftliche alternative interessant gemacht. Positiv wirkt sich auch der niedrige CO2-Fußabdruck der PV-Stromerzeugung auf den Entscheidungsprozess aus, gerade weil auch Bangladesch die weltweit höchste Anzahl von LEED-zertifizierten (Zertifikat für nachhaltiges Energie- und Umweltdesign) Fabriken aufweist, in dessen Rahmen die PV-Aufdachanlagen eine wichtige Rolle im Bewertungsprozess spielen. Des Weiteren wurde die Möglichkeit zur Netzeinspeisung für PV-Aufdachanlagen effektiv umgesetzt und von der lokalen Wirtschaft sehr begrüßt.

Trotz der guten Voraussetzungen befindet sich der Markt für PV-Strom in einem frühen Entwicklungsstadium. Die ersten 4 Solarparks mit einer Gesamtleistung von 290 MW wurden von der Regierung genehmigt, jedoch haben die meisten lokalen Solar-Unternehmen nur sehr wenig Erfahrung in der Projektentwicklung und sind eher als Großhändler tätig. Die Kompetenz im Bereich der Entwicklung komplexer Systeme wie PV-Großanlagen oder PV-Hybridsysteme ist daher mangelhaft was den Bedarf an internationaler Expertise sehr steigert.

Organisation und Ansprechpartner

Die Geschäftsreise wird organisiert von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Bei Fragen zur Anmeldung auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Frau Trang Nguyen (GIZ).


Anmeldung