Navigation

Energieerzeugung

Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien in der Industrie, inkl. Mini-Grids, in Nigeria Informationsveranstaltung

Einleitung

Beginn: 23.03.2020
Ort: Stuttgart, Deutschland
Anwendungsfeld/ Technologie: Energieerzeugung, Solarenergie, Bioenergie, Energieinfrastruktur, Industrie- und Gewerbeeffizienz
Zielmarkt: Nigeria
Zielregion: Afrika, Westafrika

Am 23.März 2020 findet eine Informationsveranstaltung zum Thema Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien in der Industrie, inkl. Mini-Grids in Nigeria statt

Teilnahme

Inhalte der Veranstaltung sind aktuelle Informationen über die Rahmenbedingungen, aktuelle Ausschreibungen sowie Förder- und Finanzierungmöglichkeiten für Lösungen im Bereich der Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien in der Industrie, inkl. Mini-Grids. Neben der AHK Nigeria und der GIZ GmbH stellen zwei lokale Experten die neuste Marktentwicklung vor und gehen individuell auf Ihre Fragen ein. Ferner werden Fragen zur Projektfinanzierung, Kreditabsicherung und rechtliche Rahmenbedingungen mit renommierten deutschen Experten diskutiert.

Die Informationsveranstaltung dient ebenfalls zur Vorbereitung auf die AHK-Geschäftsreise nach Nigeria, die vom 31.08.-04.09.2020 stattfindet.

Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist der 24.02.2020.

Ihnen als deutscher Technologieanbieter oder Dienstleister wird die Teilnahme vom BMWi im Rahmen der Exportinitiative gefördert. Die Teilnahme ist für Sie daher bis auf eine Cateringgebühr in Höhe von 30 EUR kostenfrei.

Informationen zum Zielmarkt

PHOTOVOLTAIK

Nigeria verfügt über hervorragende natürliche Bedingungen für die Nutzung von Solarenergie. Die Rural Electrification Agency of Nigeria (REA) bewertet den nigerianischen Off-Grid-Markt mit USD 9,2 Mrd/Jahr. Die Regierung sieht im National Renewable Energy Action Plan (NREAP, 2015 – 2030) vor, den Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2025 auf 25% und im Jahr 2030 auf 30% anzuheben. Für Solarstrom werden installierte Leistungen von 2000 MW bis 2020 und 5000 MW bis 2030 anvisiert.

Die Regierung hat hier entsprechende Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten geschaffen wie feste Einspeisevergütungen für einen Kraftwerkslebenszyklus von 20 Jahren für Erneuerbare-Energien-Anlagen, Steuervorteile sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen wie die Mini-Grid-Regulation. Für großflächige On-Grid-Solar-Projekte erschließt sich bereits ein Markt. Bis Dato sind Lizenzen für 14 mittelgroße Solarstrom-Projekte (50 kW bis 100 kW) vergeben. Auch für Kleinstverbraucher (bis ca. 500 Watt) herrscht großes Potenzial in den ländlichen Bereichen. In Nigeria gibt es steigende Nachfragen im Bereich Solardach- und Speicheranlagen, Warmwasseraufbereitung und Solarkühlung. In der Landwirtschaft gibt es einen großen Bedarf an solarbetriebenen Wasserpumpen zur Bewässerung.

BIOENERGIE

Um die Investitionen in die heimische Biokraftstoffindustrie in Nigeria zu stimulieren, erstellt die nigerianische Regierung, die Apex Bank und drei weitere Entwicklungsbanken aktuell einen “Biofuels Equity Investment Fund” (BIEF) in Höhe von 50 Mrd. USD. Die Anreize beinhalten unter anderem Steuererleichterungen, eine fünfjährige Befreiung von Einfuhrzöllen, Steuern und Abgaben für Pflanzen, Maschinen, Chemikalien, Düngemittel, Pestizide und Materialien zur Verwendung in der Biokraftstoffproduktion. Unter der Leitung von der Nigerian National Petroleum Corporation (NNPC) zielt die „Bio-Fuel Initiative“, die Teil der alternativen Energieentwicklungsstrategie des Landes ist, auf die Maximierung des enormen landwirtschaftlichen Potenzials des Landes in Maniok, Palmöl und Zuckerrohr zur Herstellung von Kraftstoffen als Alternativen zu fossilen Brennstoffen. Auch in dieser Sparte kommt die National Renewable Energy Action Plan (NREAP, 2015 – 2030) zu tragen, wobei die Ausbauziele von Biomasse 800 MW bis 2030 lauten. Die aktuelle Einspeisevergütung für einen Kraftwerkslebenszyklus von 20 Jahren für Biomasse-Anlagen bis zu 10 MW liegt bei 0,154 USD/kWh.

ENERGIEINFRASTRUKTUR

Am 22. März 2017 hat die Federal Executive Council of Nigeria das Power Sector Recovery Programme (PSRP) genehmigt, das auf die Unterstützung der Umsetzung von Reformen und Aktionsplänen im Energiesektor ausgerichtet ist. Dieses Programm soll Verluste in den Distribution Companies abmildern, die finanzielle Lebensfähigkeit des Sektors verbessern, den Zugang verbesserter und zuverlässigerer Stromdienstleistungen gewährleisten und die Mobilisierung von Investitionen von der Privatwirtschaft hervorrufen. Mit dem laufenden Programm zur Reform des Energiesektors hat die nigerianische Regierung von der Weltbank einen Kredit der „International Development Association“ in Höhe von 486 Millionen US-Dollar für die Sanierung und Modernisierung der Umspannstationen und -leitungen Nigerias gemäß den Bestimmungen des Stromübertragungsprojekts Nigerias erhalten.

Organisation und Ansprechpartner

Die Informationsveranstaltung wird organisiert von der Renewable Academy (RENAC) AG, einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit der AHK Nigeria und dem Projektentwicklungsprogramm (PEP) der GIZ GmbH. Bei Fragen zur Anmeldung auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Christoph Wunsch (RENAC AG).

Publikationen

Veranstaltungen

  • AHK-Geschäftsreise

    Veranstaltung: Eigenversorgung mit erneuerbaren Energien in der Industrie, inkl. Mini-Grids, in Nigeria

    31.08.2020 –04.09.2020
    Nigeria

    Öffnet Einzelsicht