Ziel der Projekterkundungsreise ist es, den Teilnehmern einen Überblick über die Energieinfrastruktur und Erneuerbare Energien zu geben, in der Energiebranche auf den Cookinseln relevante Akteure kennenzulernen, Projekte zu besichtigen sowie einen Austausch untereinander zu ermöglichen, um eine realistische Einschätzung zu möglichen Geschäftsszenarien zu entwickeln.
Anmeldeschluss ist der 06.10.2025
Informationen zum Zielmarkt
Die Pazifikstaaten haben sich im Rahmen des Pariser Klimaabkommens verpflichtet, ihre CO₂-Emissionen zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien auszubauen. Die Region ist besonders vom Klimawandel betroffen, da viele Inselstaaten mit steigendem Meeresspiegel und extremen Wetterereignissen konfrontiert sind. Vor diesem Hintergrund setzen die Länder verstärkt auf internationale Kooperationen, nachhaltige Strategien und innovative Technologien.
Die Cookinseln verfolgen eine ambitionierte Strategie der Dekarbonisierung, um ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, eine nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen sowie dem Klimawandel entgegenzuwirken. Der Fokus liegt auf erneuerbaren Energien, Batteriespeichern und emissionsfreien Mobilitätslösungen, die eine zentrale Rolle in der wirtschaftlichen und ökologischen Zukunft der Inselstaaten spielen. Trotz erster Fortschritte in den Bereichen Solarenergie, Speichersysteme und Ladeinfrastruktur besteht weiterhin ein hoher Entwicklungsbedarf, insbesondere beim Ausbau stabiler und effizienter Energiesysteme sowie einer nachhaltigen Transportinfrastruktur.
Die zunehmende Integration von erneuerbaren Energien und Speichersystemen ist ein entscheidender Schritt zur Dekarbonisierung der Energieversorgung. Während erste Netzmodernisierungs- und Off-Grid-Projekte umgesetzt wurden, besteht weiterhin eine große Nachfrage nach intelligenten Netzen, skalierbaren Batteriespeichern und hybriden Energiesystemen, um die Schwankungen in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen auszugleichen und die Energieunabhängigkeit zu erhöhen.
Die Elektromobilität steckt auf den Cookinseln noch in den Anfängen, bietet jedoch erhebliche Chancen für eine klimafreundliche Neugestaltung des Verkehrssektors. Während erste Ladestationen und private Initiativen für Elektrofahrzeuge existieren, fehlt es an einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur sowie an elektrifizierten Transportlösungen für den öffentlichen und maritimen Verkehr. Die Verbindung von erneuerbarer Energie mit nachhaltiger Mobilität ist daher entscheidend für eine erfolgreiche Dekarbonisierung im Tourismus- und Verkehrssektor.
Die Cookinseln setzen verstärkt auf erneuerbare Energien, Energiespeicherung, Elektromobilität und eine nachhaltige Energieinfrastruktur, um Energieversorgung und Umweltschutz zu verbessern. Die Cookinseln zählten im Haushaltsjahr 2023/24 163.552 Besucher – ein deutlicher Anstieg gegenüber 127.529 im Vorjahr. Der Tourismus trägt inzwischen 70,6 % zum BIP bei, mit durchschnittlich 8,9 Übernachtungen pro Gast. Auch die bereits vorliegenden Buchungen für 2025 lassen eine anhaltende Steigerung der Auslastung erwarten.
Bisher basiert die Energieversorgung zum größten Teil auf fossilen Brennstoffen (Dieselkraftwerken und Dieselgeneratoren). Aufgrund teurer Diesellieferungen auf dem Seeweg und einschneidender externer Ereignisse (z. B. Pandemie) besteht ein großes Interesse an nachhaltigen Lösungen, um Kosten zu senken und die Versorgungssicherheit auf allen Inseln zu gewährleisten
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird organisiert von der Renewables Academy (RENAC) AG einem Durchführer der Exportinitiative Energie. Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Laura Scharlach von der RENAC AG.
Für die Teilnahme an Projekterkundungsreisen wird ein von der Unternehmensgröße abhängiger Eigenbeitrag erhoben. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte den untenstehenden Anmeldeunterlagen.