In beiden Ländern ist die lokale Industrie für erneuerbare Energien bislang noch wenig entwickelt; zudem fehlen Erfahrungen mit der Einbindung dezentraler Energielösungen in industrielle Prozessabläufe. Entsprechend ist das Interesse des Privatsektors an geeigneten Partnerschaften groß.
Daraus ergeben sich für deutsche Unternehmen Marktchancen insbesondere mit folgenden Angeboten und Schwerpunkten:
- PV-Technologien: Planung, Lieferung und Installation. Betrieb und Wartung von RE-Anlagen
- Speicherlösungen: Batteriesysteme für 24/7-Betrieb und Netzstabilität.
- Dezentrale Energielösungen: Microgrids, Containerlösungen und modulare Systeme für netzferne Bergwerke und Industriecluster.
- Energieeffizienz und Energiemanagement in Industrieprozessen: Beratung, Technologien und Automatisierung zur Senkung des Energieverbrauchs.
- „Green Mining“-Konzepten: Lösungen für Dekarbonisierung der Energieversorgung (Strom & Wärme)
- Dezentrale Energielösungen für die Landwirtschaft: solarbetriebene Bewässerungssysteme und Pumpen, solarbetriebene Kühlhäuser, Hybrid- und Microgrid-Lösungen für landwirtschaftliche Betriebe in abgelegenen Regionen
- Finanzierungs- und Geschäftsmodelle: PPPs, Leasing- oder Contracting-Modelle für den Ausbau erneuerbarer Energien.
Informationen zum Zielmarkt
Die Ausgangslage für den Einsatz erneuerbarer Energien in Sambia und Botsuana ist generell positiv. Beide Länder stehen vor der Herausforderung, eine zuverlässige Energieversorgung für ihre bedeutenden Sektoren Bergbau und Landwirtschaft sicherzustellen. Während die Bergbauindustrie, insbesondere im Kupfer- und Kobaltsektor Sambias sowie im Diamantenbergbau Botsuanas, einen hohen und kontinuierlichen Energiebedarf aufweist, ist die Landwirtschaft in beiden Ländern auf stabile und bezahlbare Energie für Bewässerung, Kühlung und Verarbeitung angewiesen. Die Netzinfrastruktur ist jedoch in vielen Regionen begrenzt, sodass dezentrale Lösungen mit erneuerbaren Energien zunehmend in den Fokus rücken.
Sambia hat zudem weiterhin mit einem dramatischen Strommangel konfrontiert. Das Land verzeichnet derzeit ein Stromdefizit von 736 Megawatt. Zur Überwindung dieser Krise soll insbesondere die Nutzung von Photovoltaik ausgebaut und die Beteiligung des Privatsektors am Strommarkt erleichtert werden.
Botsuana wiederum setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien, um die Abhängigkeit von teuren Stromimporten aus Südafrika zu verringern und zugleich der wachsenden Energienachfrage zu begegnen. Für den wirtschaftlich bedeutsamen Bergbausektor spielt zudem die Dekarbonisierung der Stromversorgung (Stichwort: Green Diamonds) eine wichtige Rolle, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Im Zuge der Diversifizierung des Bergbausektors sind außerdem neue Minen in netzfernen bzw. netzschwachen Regionen vorgesehen, was den Einsatz dezentraler Energieversorgungslösungen erforderlich macht.
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird organisiert von der AHK Südliches Afrika, einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit der RENAC AG. Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Sofia Karimi, karimi@renac.de (RENAC AG).
Kosten
Eigenbeitrag
Für die Teilnahme an Energie-Geschäftsreisen, Projekterkundungsreisen und Konsortialreisen wird ein von der Unternehmensgröße abhängiger Eigenbeitrag erhoben:
- Kleinstunternehmen: 250,- € netto
- Kleine und mittlere Unternehmen: 850,- € netto
- Großunternehmen: 1.500,- € netto
De-minimis Beihilfen
Bei dieser Maßnahme fallen De-minimis-Beihilfen von bis zu maximal 4.542,- € netto an.
Details zu den De-minimis Beihilfen entnehmen Sie bitte den Teilnahmebedingungen.