Bringen Sie Ihre innovativen Energietechnologien dorthin, wo sie dringend gebraucht werden!
Während einer Fachkonferenz am 09.06 in Quito präsentieren Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen „Made in Germany“ dem ecuadorianischen Fachpublikum. Eingeladen werden insbesondere Vertreter von staatlichen und privaten Unternehmen besonders die Anwender: Industrie, Landwirtschaft, Bergbau, Garnelenzucht, Logistikzentren, Häfen/Flughäfen, Hotels, Malls, Supermärkte, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen.
Darüber hinaus richtet sich die Konferenz an Ministerien, Regulierungsbehörden und staatliche Institutionen, relevante Verbände und Brancheninitiativen, Forschungs- und Technologieeinrichtungen sowie Investoren.
An den darauffolgenden Tagen organisiert die Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer (AHK Ecuador) individuell abgestimmte Termine mit potenziellen indischen Geschäftspartnern, Projektentwicklern und Entscheidungsträgern. Ihre Kontaktwünsche werden im Vorfeld mit der AHK genauestens koordiniert.
Ergänzt wird das Programm durch Briefing und Netzwerkabend. Die Reise bietet damit einen praxisnahen Einstieg in den Markt und unterstützt gezielt die Anbahnung konkreter Geschäfts- und Kooperationsprojekte.
Die Geschäftsreise richtet sich insbesondere an deutsche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie technologieorientierte Anbieter. aus den folgenden Bereichen:
- Energieerzeugung (Photovoltaik, KWK, Biogas, Biomasse, Kleinwind, Kleinwasserkraft)
- Hybride Energiesysteme
- Energiespeicherung (Batteriespeicher, Wasserstoffspeicher)
- Energiemanagement und Lastoptimierung (Lastmanagement, Peak Shaving, Verbrauchsoptimierung)
- Smart-Grid- und Microgrid-Lösungen
- Digitale Steuerungs- und Leitsysteme für Energieanlagen
- Automatisierungslösungen (IoT, hybride Steuerung)
- Komplette Containerlösungen
- Monitoring- und Anlagenüberwachung
- Predictive Maintenance
- Emissions- und CO₂-Management
Nutzen Sie die Geschäftsreise, um Ihre Technologie direkt am Markt zu platzieren, neue Partnerschaften zu knüpfen und die Energiezukunft Ecuadors mitzugestalten.
Anmeldeschluss ist der 30.03.2026
Information zum Zielmarkt
2024 kam es in Ecuador zu massiven Stromabschaltungen – zunächst im März/April und dann durchgehend von Ende September bis Dezember, teilweise bis zu 14 Stunden täglich. Besonders betroffen war die Privatwirtschaft, die erhebliche Produktions- und Umsatzeinbußen hinnehmen musste, laut Presseberichten bis zu 70 Millionen US-Dollar pro Tag. Industrie-Großverbraucher wurden zeitweise bis zu zwei Wochen komplett vom Netz genommen.
Die Ursachen für diese Energiekrise liegen vor allem in einer fehlgeleiteten Sparpolitik und Investitionsstopps im überwiegend öffentlichen Stromsektor seitens der letzten Regierungen. Politische und wahlstrategische Interessen führten zudem dazu, dass Warnungen technischer Expertinnen und Experten ignoriert wurden. Eine etwas früher einsetzende jährliche Trockenzeit im Amazonastiefland, wo die meisten großen Wasserkraftwerke stehen, war schließlich der Auslöser für den Zusammenbruch und führte zu Blackouts sowie geplanten massiven Stromabschaltungen. Auf Makroebene ist das Thema sehr komplex und selbst bei Korrekturen wohl nur mittel- bis langfristig zu lösen.
Als kurzfristige Lösung für die Probleme der Industrie, des Einzelhandels und des Tourismussektors wurden Anreize für den Import von Dieselgeneratoren geschaffen. Diese Maßnahme ist nicht nur klimapolitisch fragwürdig, sondern auch wirtschaftlich für Unternehmen langfristig nicht tragbar. Hohe Einbußen und dennoch zehnfache Stromkosten drängten Unternehmen dazu, sich mittelfristig nach nachhaltigeren Lösungen zur Absicherung ihrer Energieversorgung umzusehen.
Leider waren auch Unternehmen, die bereits EE-Anlagen (meist PV) zur Senkung ihres Verbrauchs über Netmetering/Netbilling installiert hatten, bei Netzausfällen nicht abgesichert, da Speicher und autarke Systeme nie vorgesehen waren. Hier besteht unmittelbarer Bedarf an Nachrüstungen sowie an neuen Komplettanlagen mit Speicher (auch H₂). Große Industrien (insbesondere Agro- und Lebensmittelbranche) ziehen die Nutzung von Bioenergie aus eigenen Reststoffen in Betracht.
Marktchancen bestehen daher entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Energiemanagement – von Energieerzeugung, Speicherung, Optimierung und Automatisierung bis hin zu komplementären Technologien. Mögliche Anwendungen reichen von kleineren Projekten für Schulen, Krankenhäuser, Einkaufszentren und Hotels (meist PV und Speicher) bis hin zu großen Anlagen für energieintensive Industrien und den Bergbau, teilweise auch mit KWK. Zunehmend besteht Nachfrage nach Energieerzeugung aus eigenen, meist organischen Reststoffen sowie nach Backup-Lösungen für Industriebetriebe mit stark schwankendem Energieverbrauch.
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird organisiert von energiewaechter GmbH, einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit der AHK Ecuador. Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Franziska Lohmann (energiewaechter GmbH).
Kosten
Eigenbeitrag
Für die Teilnahme an Energie-Geschäftsreisen, Projekterkundungsreisen und Konsortialreisen wird ein von der Unternehmensgröße abhängiger Eigenbeitrag erhoben:
- Kleinstunternehmen : 250 € netto
- Kleine und mittlere Unternehmen: 850 € netto
- Großunternehmen: 1.500 € netto
De-minimis Beihilfen
Bei dieser Maßnahme fallen De-minimis-Beihilfen von maximal 2000€ netto an.
Details zu den De-minimis Beihilfen entnehmen Sie bitte den Teilnahmebedingungen.