Ziel der Geschäftsreise ist es, Geschäftsmöglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu identifizieren, Kooperationen mit lokalen Partnern aufzubauen und insbesondere im ländlich geprägten Norden Japans tragfähige Netzwerke zu entwickeln.
Durch Besuche bei relevanten Unternehmen, Institutionen und Verbänden erhalten die Teilnehmenden direkte Einblicke in den Markt. Eine aktuelle Marktanalyse vermittelt zusätzlich wertvolle Hintergrundinformationen. Ein thematisch ausgerichtetes deutsch-japanisches Symposium mit Networking-Möglichkeiten sowie individuelle B2B-Gespräche ermöglichen den fachlichen Austausch und die Anbahnung konkreter Geschäftskontakte.
Zusammen mit einer umfassenden Vor-Ort-Begleitung bietet die Reise ideale Rahmenbedingungen, um Potenziale in den Bereichen Biogas, Biomethan, Waste-to-Energy und fester Biomasse erfolgreich zu erschließen.
Anmeldeschluss ist der 25. März 2026.
Informationen zum Zielmarkt
Der japanische Markt für Bioenergie wird durch ambitionierte klima- und industriepolitische Vorgaben geprägt, die den Rahmen für Investitionen und Partnerschaften setzen. Projekte müssen sich nahtlos in das Leitprinzip S+3E (Safety, Energy Security, Economic Efficiency, Environment) einfügen – ein zentraler Maßstab, der hohe Anforderungen an technologische Robustheit, Betriebssicherheit und Transparenz stellt. Für den Markteintritt besonders relevant sind die strengen regulatorischen Standards, insbesondere im Bereich nachhaltiger Biomasseimporte. Seit 2024 gelten verschärfte Zertifizierungsanforderungen, vor allem für PKS, die einen nachweisbaren Nachhaltigkeits- und Lieferkettenstandard verlangen. Hinzu kommt ein sich wandelndes Förderumfeld: Während Biogas weiterhin stabile Einspeisetarife erhält, endet die FIT/FIP-Förderung für flüssige Biomasse ab 2026. Unternehmen benötigen daher flexible, langfristig tragfähige Geschäftsmodelle. Gleichzeitig wächst der Markt für Clean Gas Certificates, wodurch Lösungen in den Bereichen Monitoring, MRV und digitale Rückverfolgung stark an Bedeutung gewinnen.
Japan investiert entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Rohstoffgewinnung über Transport bis zur Verarbeitung. Trotz großer heimischer Waldressourcen bleibt das Land auf qualitätsgesicherte Importe angewiesen.
Besonders dynamisch ist die Entwicklung in Hokkaido, das sich als Modellregion für integrierte Bioenergie- und Wasserstoffprojekte etabliert. Getrieben vom Bestreben in den kommenden 20 Jahren ein Netto- Lieferant grüner Energie für ganz Japan zu werden, schaffen kommunale und genossenschaftliche Biogasinitiativen, innovative Nutzungskonzepte und großskalige Elektrolyseprojekte ideale Anknüpfungspunkte für ausländische Unternehmen. Kooperationen mit Energieversorgern, Stadtwerken und Agrarbetrieben sind hier entscheidend für den Markteintritt.
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird organisiert von der Detuschen Industrie und Handelskammer in Japan (AHK Japan), einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit der Eclareon GmbH. Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Herrn Danilo Urbschat (Akquiseleiter, eclareon GmbH).
Kosten
Eigenbeitrag
Für die Teilnahme an Energie-Geschäftsreisen, Projekterkundungsreisen und Konsortialreisen wird ein von der Unternehmensgröße abhängiger Eigenbeitrag erhoben:
- Kleinstunternehmen: 250 € netto
- Kleine und mittlere Unternehmen: 850 € netto
- Großunternehmen: 1500 € netto
De-minimis Beihilfen
Bei dieser Maßnahme fallen De-minimis-Beihilfen von bis zu maximal 3.775 € netto an.
Details zu den De-minimis Beihilfen entnehmen Sie bitte den Teilnahmebedingungen.