Teilnahme
Während einer Fachkonferenz am 27.10.2026 in Casablanca präsentieren Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen „Made in Germany“ dem marokkanischen Fachpublikum. Eingeladen werden insbesondere Vertreter von staatlichen und privaten Unternehmen besonders die Anwender aus der Industrie und anderen Sektoren: OCP Groupe (Phosphatherstellung), NAREVA, Bosch Nordafrika; FEV Groupe; JESA Ingenieur- und Projektmanagementunternehmen; EDF RENEWABLES; TAQA Morocco; ENGIE; INNOVX / Marokkanisches Innovationszentrum; Gaia Energy; Institute for Energy Efficiency in Produktion EEP; Möhring Energy; Enertrag; Share Energy Partners Consulting für Wasserstoffprojekte; ILF Consulting etc. Darüber hinaus richtet sich die Konferenz an Ministerien, Regulierungsbehörden und staatliche Institutionen, relevante Verbände und Brancheninitiativen, Forschungs- und Technologieeinrichtungen sowie Investoren (IRESEN Institut für Forschung zu Solarenergie und neuen Energien; MASEN Projetentwickler Großprojekte Marokkos; MTEDD marokkanisches Energieministerium; AMEE Marokkanische Agentur für Energieeffizienz; Cluster H2 Green etc).
An den darauffolgenden Tagen organisiert die Deutsch-Marokkanische Industrie- und Handelskammer (AHK Marokko) individuell abgestimmte Termine mit potenziellen Geschäftspartnern, Projektentwicklern und Entscheidungsträgern. Ihre Kontaktwünsche werden im Vorfeld mit der AHK genauestens koordiniert. Ergänzt wird das Programm durch Briefing und Site Visit. Die Reise bietet damit einen praxisnahen Einstieg in den Markt und unterstützt gezielt die Anbahnung konkreter Geschäfts- und Kooperationsprojekte.
Die Geschäftsreise richtet sich insbesondere an deutsche kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie technologieorientierte Anbieter. aus den folgenden Bereichen:
- Wasserstoffproduktion und Elektrolyse‑ und Power‑to‑X‑Technologien (inkl. grüner Ammoniak, synthetische Kraftstoffe)
- Komponenten für Wasserstoffsysteme (z. B. Verdichter, Pumpen, Ventile, Mess‑, Steuer‑ und Regeltechnik, Präzisionskomponenten)
- Technologien im Bereich Energieinfrastruktur, Speicher‑, Transport‑ und Netztechnik (z. B. Wasserstoffspeicher, Pipelines, Hafen‑ und Exportinfrastruktur, Systemintegration)
- Technologien zur Wasseraufbereitung und ‑entsalzung für industrielle Anwendungen und Wasserstoffproduktion
- Nutzung für industrielle Anwendungen und energieintensive Branchen - Maschinen‑ und Anlagenbauer (z. B. Stahl, Chemie, Zement, Düngemittel, Prozesswärme)
- Ingenieur‑, Planungs‑ und Beratungsdienstleister für Wasserstoff‑ und Energieprojekte
- erneuerbarer Energie (insbesondere Solar- und Windenergie, hybride EE‑Systeme mit Wasserstoff)
- Dienstleister für Betrieb, Wartung und Instandhaltung von Energie‑ und Wasserstoffanlagen
Nutzen Sie die Geschäftsreise, um Ihre Technologie direkt am Markt zu platzieren, neue Partnerschaften zu knüpfen und die Energiezukunft Marokkos mitzugestalten.
Informationen zum Zielmarkt
Das Jahr 2025 markierte für Marokko den Übergang von der Vision zur Umsetzung eines belastbaren Wirtschaftsmodells im Bereich des grünen Wasserstoffs. Ausgehend von einer langfristigen energie- und industriepolitischen Strategie hat sich das Land vom bloßen Ankündigungsstadium hin zur operativen Realisierung zentraler Wasserstoffprojekte entwickelt. Hintergrund ist die strukturelle Energieabhängigkeit Marokkos: Ohne nennenswerte eigene fossile Ressourcen, aber mit außergewöhnlich hohen Solar- und Windpotenzialen – insbesondere in den südlichen Provinzen – verfolgt das Land seit Jahren das Ziel, erneuerbare Energien nicht nur für die Eigenversorgung zu nutzen, sondern in exportfähige Energieträger und Industrieprodukte zu überführen.
Grüner Wasserstoff spielt dabei eine Schlüsselrolle. Er ist kein isoliertes Klimaprojekt, sondern ein strategisches industrie- und außenwirtschaftliches Instrument zur Dekarbonisierung der Industrie, zur Reduzierung fossiler Abhängigkeiten und zur Positionierung Marokkos als Energie- und Technologielieferant. Durch die Umwandlung von erneuerbarem Strom in speicher- und transportfähige Moleküle wie Wasserstoff und Ammoniak eröffnen sich neue industrielle Wertschöpfungsketten und Exportperspektiven, insbesondere in Richtung Europa. Die staatlich koordinierte Initiative „L’Offre Maroc“ setzte diesen Ansatz 2025 erstmals in die Praxis um: Fünf internationale Konsortien wurden für sechs Großprojekte ausgewählt, große Flächen bereitgestellt und Investitionen in Höhe von rund 319 Milliarden Dirham (etwa 32 Milliarden US-Dollar) initiiert.
Parallel dazu investiert Marokko massiv in den Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung, sucht gezielt nach Wasserstoff- und Elektrolysetechnologien und treibt deren Integration in bestehende industrielle Prozesse voran. Dies schafft Chancen für internationale Technologiepartner und stärkt die Einbindung des Landes in globale Wasserstoffmärkte. Im europäischen Kontext lässt sich diese Entwicklung auch im Rahmen der EU-Energieeffizienz- und Dekarbonisierungsziele einordnen: Die strategischen Synergien zwischen Energiewende, industrieller Transformation und dem Ausbau erneuerbarer Energien unterstreichen Marokkos potenzielle Rolle als bedeutender Exporteur grüner Energie, von Wasserstoffderivaten und entsprechender Technologien.
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird organisiert von energiewaechter GmbH, einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit der AHK Marokko. Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Franziska Lohmann (energiewaechter GmbH).
Kosten
Eigenbeitrag
Für die Teilnahme an Energie-Geschäftsreisen, Projekterkundungsreisen und Konsortialreisen wird ein von der Unternehmensgröße abhängiger Eigenbeitrag erhoben:
- Kleinstunternehmen: 250 € netto
- Kleine und mittlere Unternehmen: 850€ netto
- Großunternehmen: 1500 € netto
De-minimis Beihilfen
Bei dieser Maßnahme fallen De-minimis-Beihilfen von bis zu maximal 1.980,00 € netto an. Details zu den De-minimis Beihilfen entnehmen Sie bitte den Teilnahmebedingungen.