Nigeria setzt auf dezentrale Energie und schließt konsequent seine Versorgungslücke – angetrieben durch enormes Solarpotenzial und politische Entschlossenheit. Für deutsche Anbieter entstehen dadurch vielversprechende Marktchancen.
Die Energie-Geschäftsreise richtet sich an deutsche KMU, die Lösungen für dezentrale Energieversorgung inklusive Speicher anbieten und den Markteintritt in Nigeria vorbereiten oder ausbauen möchten. Besonders angesprochen werden technologieorientierte Unternehmen mit Erfahrung in Planung, Dimensionierung und Umsetzung dezentraler Energiesysteme, etwa Anbieter von Solar und Hybridlösungen mit Batteriespeichern, Energiemanagementsystemen und IoT basiertem Monitoring sowie entsprechenden Geschäftsmodellen wie Pay-as-you-go oder Energy-as-a-Service und vieles mehr.
Für deutsche Unternehmen bietet die Energie-Geschäftsreise diverse Beteiligungsmöglichkeiten: Teilnahme an vor-Ort-Briefing und Fachprogramm, geführte Projekt- und Anlagenbesuche sowie die Mitwirkung an einem Business Breakfast mit zentralen Akteuren aus Politik, Verbänden, Finanzinstitutionen und Privatwirtschaft. Zentrales Element der Reise sind individuell kuratierte B2B-Termine mit sorgfältig ausgewählten nigerianischen Unternehmen und Institutionen, unterstützt durch Zielmarktanalyse, Delegationsbroschüre und strukturierte Nachbereitung zur Vertiefung der während der Reise angebahnten Geschäftskontakte.
Interessierte Firmen können sich bis zum 13.07.2026 zu dieser Veranstaltung anmelden.
Informationen zum Zielmarkt
Als eines der größten Energiemärkte Afrikas mit einem hohen Bedarf an zuverlässiger Stromversorgung bietet Nigeria große Chancen für deutsche Unternehmen. Dezentralen PV, Hybrid- und MiniGridLösungen mit Speicher wird ein Marktvolumen in Milliardenhöhe zugeschrieben.
Nigeria erzeugt nur 4.500–5.800 MW seiner 13.000 MW installierten Kapazität für über 200 Millionen Menschen, sodass viele C&I-Nutzer auf Dieselgeneratoren angewiesen sind. Mit 86 % der Unternehmen, die 8–14 GW Generatorleistung besitzen oder teilen, besteht hohe Nachfrage nach Solar-Batterie-Hybridsystemen zur Kostenreduktion und Betriebssicherung. Hierbei stellt die Fertigungsindustrie den Sektor mit dem höchsten Energieverbrauch dar, während Telekommunikation und Rechenzentren das schnellste Wachstum aufweisen.
Das Elektrizitätsgesetz von 2023 ermöglicht private Stromerzeugung, Mininetze, den Einsatz erneuerbarer Energien und den Transport von Überschussstrom und schafft damit ein günstiges Umfeld für speicherintegrierte Lösungen.
Für deutsche Unternehmen bietet Nigeria eine klare Chance, hochwertige C&I-Kunden zu bedienen, die Abhängigkeit von Diesel zu verringern und das Wachstum energieintensiver Sektoren zu unterstützen.
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird organisiert von der Renewables Academy (RENAC) AG, einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit DGIC International Business Services Ltd. (Dienstleistungsabteilung der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Nigeria). Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Dr. Sofia Karimi (RENAC).
Kosten
Eigenbeitrag
Für die Teilnahme an Energie-Geschäftsreisen, Projekterkundungsreisen und Konsortialreisen wird ein von der Unternehmensgröße abhängiger Eigenbeitrag erhoben:
- Kleinstunternehmen: 250 € netto
- Kleine und mittlere Unternehmen: 850 € netto
- Großunternehmen: 1500 € netto
De-minimis Beihilfen
Bei dieser Maßnahme fallen De-minimis-Beihilfen von bis zu maximal 1052 € netto an. Details zu den De-minimis Beihilfen entnehmen Sie bitte den Teilnahmebedingungen.