Die Energie-Geschäftsreise richtet sich an deutsche Unternehmen aus den Bereichen Biomethan, Biogasaufbereitung und grüner Wasserstoff, die den polnischen Markt erschließen oder bestehende Aktivitäten ausbauen möchten. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf individuell vorbereiteten B2B-Kooperationsterminen vor Ort in Polen. Die teilnehmenden Unternehmen erhalten dadurch die Möglichkeit, ihre Technologien und Lösungen gezielt potenziellen Geschäftspartnern, Kunden und relevanten Stakeholdern vorzustellen und konkrete Kooperations- und Geschäftsanbahnungen zu initiieren.
Ergänzend werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch eine fundierte Zielmarktanalyse sowie ein Vor-Ort-Briefing zu Marktbedingungen, politischen Rahmenbedingungen und interkulturellen Besonderheiten auf ihre Aktivitäten im Zielmarkt vorbereitet. Darüber hinaus bietet eine Fachkonferenz die Gelegenheit, die eigenen Lösungen einem polnischen Fachpublikum zu präsentieren.
Im Fokus stehen insbesondere Technologien und Lösungen in den Bereichen Anlagenbau und Komponenten, Gasaufbereitung und Upgrading, Power-to-Gas, biologische Methanisierung, Waste-to-Methane, CO₂-Abscheidung, Elektrolyse, Verdichtung und Speicherung, Mess-, Regel- und Sicherheitstechnik sowie Engineering und EPC.
Anmeldeschluss: 17.08.2026
Information zum Zielmarkt
Der polnische Markt für Biomethan und grünen Wasserstoff befindet sich noch in einer frühen, zugleich aber zunehmend dynamischen Entwicklungsphase. Für deutsche KMU, die Technologien und Lösungen in diesen Bereichen anbieten, ergeben sich daraus interessante Marktchancen. Wesentliche Treiber sind die EU-Klimapolitik, steigende Preise für fossile Energieträger sowie das Ziel Polens, die Energiesicherheit zu erhöhen und die Abhängigkeit von fossilen Importen zu reduzieren.
Besonders im Bereich Biomethan bietet Polen aufgrund seines starken Agrarsektors, der Lebensmittelindustrie sowie verfügbarer kommunaler und landwirtschaftlicher Abfälle ein großes Potenzial. Das theoretische Produktionspotenzial wird auf bis zu 8 Mrd. m³ geschätzt, realistisch nutzbar erscheinen in diesem Jahrzehnt rund 2 Mrd. m³. Die tatsächliche Produktion ist bislang jedoch gering: Derzeit speist erst eine Anlage Biomethan ins Gasnetz ein, während rund 120 Projekte in Planung sind.
Auch der Markt für grünen Wasserstoff befindet sich noch im Aufbau und bietet Ansatzpunkte für Anbieter entsprechender Technologien. Die nationale Wasserstoffstrategie sieht den Ausbau emissionsarmer Wasserstoffproduktion, Anwendungen in Industrie, Verkehr und Energiewirtschaft sowie Wasserstoff-Hubs vor; die meisten Projekte befinden sich jedoch noch in der Planungs- oder Pilotphase. Bis 2030 strebt Polen Elektrolysekapazitäten von 2 GW an, was rund 194.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr entsprechen würde. Für den Markthochlauf sind zudem zusätzliche erneuerbare Energien, Elektrolyseure sowie Transport-, Speicher- und Verteilinfrastruktur erforderlich.
Eigenbeitrag
Für die Teilnahme an Energie-Geschäftsreisen wird ein von der Unternehmensgröße abhängiger Eigenbeitrag erhoben:
- Kleinstunternehmen (weniger als 10 Mitarbeitende und bis 2 Mio. € Jahresumsatz): 250 € netto
- Kleine und mittlere Unternehmen (weniger als 500 Mitarbeitende und weniger als 50 Mio. € Jahresumsatz): 850 € netto
- Großunternehmen (ab 500 Mitarbeitende und/oder ab 50 Mio. € Jahresumsatz): 1.500 € netto
De-minimis Beihilfen
Bei dieser Maßnahme fallen De-minimis-Beihilfen von maximal 2.450 € netto an. Details zu den De-minimis Beihilfen entnehmen Sie bitte den Teilnahmebedingungen.
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird von der eclareon GmbH in Zusammenarbeit mit der AHK Polen im Rahmen der Exportinitiative Energie des BMWE organisiert. Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Herrn Danilo Urbschat (eclareon GmbH).