Die Veranstaltung richtet sich an deutsche Unternehmen, die Technologien und Dienstleistungen zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse anbieten – insbesondere Lösungen für CO₂-Reduktion, Wasserstoff- und Power-to-X-Anwendungen, Energieeffizienz sowie Maschinen- und Anlagenbau. Besonders angesprochen sind Firmen, die den Markteinstieg in die VAE planen oder bestehende Aktivitäten ausbauen möchten.
Im Rahmen eines Business Breakfasts mit führenden emiratischen Industrie- und Energieakteuren erhalten deutsche Unternehmen die Möglichkeit, ihre Expertise zu präsentieren, Marktbedarfe direkt zu adressieren und gezielte Geschäftskontakte zu knüpfen. Ergänzend werden individuelle B2B-Gespräche und Networking-Formate angeboten
Informationen zum Zielmarkt
Die VAE haben mit der UAE Net Zero by 2050 Strategic Initiative erstmals in der MENA-Region ein nationales Ziel zur Erreichung der Klimaneutralität formuliert.
Ergänzend dazu wurden die nationalen Klimaziele im Rahmen der Nationally Determined Contributions (NDCs) mehrfach nachgeschärft. Aktuell streben die VAE eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 40% bis 2030 an. Diese Zielsetzung erzeugt einen erheblichen Transformationsdruck, insbesondere in energieintensiven Industrien, die traditionell einen hohen Anteil am Energieverbrauch und an den industriellen Emissionen des Landes haben.
Vor diesem Hintergrund kommt der Energieeffizienz eine zentrale Rolle zu. Während langfristige Transformationspfade wie Wasserstoff, Carbon Capture oder alternative Rohstoffe umfangreiche Infrastrukturinvestitionen erfordern, gelten Effizienzmaßnahmen als kurzfristig umsetzbar, wirtschaftlich attraktiv und technisch bewährt. Entsprechend betonen sowohl die VAE Energy Strategy 2050 als auch die industriepolitischen Leitlinien des Ministry of Industry and Advanced Technology sowie des Ministry of Energy and Infrastructure die Bedeutung von Effizienzsteigerungen, Prozessoptimierung und Elektrifizierung bestehender Anlagen als zentrale Hebel der industriellen Dekarbonisierung.
Die emiratische Industrial Decarbonisation Roadmap adressiert genau diesen Ansatz, indem sie sektorübergreifend Maßnahmen zur Reduktion industrieller Emissionen vorsieht und den Einsatz effizienterer Technologien entlang bestehender Produktionsprozesse priorisiert. Für deutsche KMU ergeben sich daraus konkrete Marktchancen, da viele der identifizierten Handlungsfelder auf modularen, nachrüstbaren und skalierbaren Lösungen basieren, die typisch für den deutschen Mittelstand sind.
Besonders relevant sind energieeffiziente Technologien in der Petrochemie, der chemischen Industrie sowie in der Stahl- und Aluminiumproduktion. Diese Branchen zählen zu den größten industriellen Energieverbrauchern in den VAE und stehen gleichzeitig unter wachsendem internationalem Druck, ihre Emissionsintensität zu senken. Neben nationalen Klimazielen wirken auch externe Faktoren wie der europäische Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), der für exportorientierte Produzenten in den VAE zunehmend an Bedeutung gewinnt. Energieeffizienzmaßnahmen werden damit nicht nur zu einem ökologischen, sondern auch zu einem wirtschaftlichen Wettbewerbsfaktor.
Für deutsche KMU eröffnen sich insbesondere Marktpotenziale in Bereichen wie industrielles Energiemanagement, Prozess- und Abwärmenutzung, energieeffiziente Prozesswärmeerzeugung, Elektrifizierung von Antrieben und Nebenaggregaten, moderne Mess-, Steuer- und Regeltechnik, digitale Monitoring- und Optimierungslösungen sowie Retrofit-Technologien zur Effizienzsteigerung bestehender Anlagen. Diese Lösungen sind in der Regel gut mit bestehenden Industrieanlagen kompatibel und lassen sich schrittweise implementieren, was sie für Betreiber in den VAE besonders attraktiv macht.
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird organisiert von der RENAC AG, einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit der Deutsch-Emiratischen Industrie- und Handelskammer. Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an RENAC.
Kosten
Eigenbeitrag
Für die Teilnahme an Energie-Geschäftsreisen, Projekterkundungsreisen und Konsortialreisen wird ein von der Unternehmensgröße abhängiger Eigenbeitrag erhoben:
- Kleinstunternehmen: 250 € netto
- Kleine und mittlere Unternehmen: 850 € netto
- Großunternehmen: 1500 € netto
De-minimis Beihilfen
Bei dieser Maßnahme fallen De-minimis-Beihilfen von bis zu maximal 2.862,50 € netto an.
Details zu den De-minimis Beihilfen entnehmen Sie bitte den Teilnahmebedingungen.