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Marktvorbereitung

Energiespeichersysteme in der Slowakei Netzwerkveranstaltung zur Informationsreise

Einleitung

Treffen Sie slowakische Entscheidungsträger auf einer Netzwerkveranstaltung am 13. April 2026 in Berlin und knüpfen Sie frühzeitig Kontakte zu einem wachsenden Markt.

Beginn: 13.04.2026
Ende: 13.04.2026
Anmeldeschluss: 23.03.2026
Ort: Berlin und Umgebung
Anwendungsfeld/ Technologie: Energieinfrastruktur, Wasserstoff, Energiespeicher
Zielmarkt: Slowakei
Zielregion: Europa, Nordosteuropa

Vom 13. - 16. April findet eine Informationsreise für eine Delegation aus der Slowakei nach Deutschland statt. Die Reise richtet sich an slowakische Vertreterinnen und Vertreter staatlicher und privater Unternehmen und der Politik, die einen möglichst umfassenden Überblick über Anwendungen im Bereich Energiespeichersysteme und intelligente Batterien und von der deutschen Wirtschaft entwickelte Lösungsansätze und Praxisbeispiele kennenlernen möchten. Während des Besuchs hat die Delegation die Möglichkeit, von Referenzobjekten und Batterieherstellern die Anwendungen im Betrieb zu erleben und Kontakt zu deutschen Herstellern aufzunehmen.  

Dabei geht es auch um die Verbesserung des Wissensstandes der Teilnehmer zur Ausgestaltung von Rahmenbedingungen für die Nutzung und den Ausbau von Speichertechnologien sowie den Austausch mit der Deutschen Wirtschaft. Auf der Netzwerkveranstaltung am 13.04.2026 in Berlin haben deutsche Unternehmen die Möglichkeit, ihr Portfolio vorzustellen und mit den Teilnehmern der Delegation ins Gespräch zu kommen. 

Information zum Zielmarkt

Die Slowakei befindet sich inmitten auf dem Pfad zur grünen Transformation und investiert in den Ausbau erneuerbarer Energien (EE) sowie die Erhöhung der Energieeffizienz. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien von aktuell 20 auf 25 Prozent ansteigen. Den größten Zuwachs erwartet die Regierung bei der Photovoltaik (PV). Die installierten Kapazitäten sollen bis 2030 um mehr als 40 Prozent auf 1.700 MW zulegen. Die slowakische Regierung sieht zudem Wasserstoff – primär aus eigenen nuklearen Quellen – als weiteren Bestandteil auf dem Weg zur CO2-Neutralität des Landes. Laut der nationalen Wasserstoffstrategie weist vor allem die Anwendung in der Industrie das höchste Potenzial auf. 

Da die Stromkosten für Produktionsfirmen im EU-Vergleich die dritthöchsten sind, besteht ein hoher Dekarbonisierungsdruck. Die energieintensiven Branchen in der Slowakei sind laut Eurostat die Metallerzeugung, die chemische und petrochemische Industrie, die Lebensmittelproduktion, die Holzverarbeitung/ Papiererzeugung sowie die Baustoffindustrie. Energieintensive Betriebe setzen daher zunehmend auf die Eigenerzeugung. Für selbst erzeugten Strom aus Erneuerbarer Energie selbst erzeugtem Strom sind bis zu einer Jahresmenge von 1.000 MWh keine Netzentgelte zu entrichten, was einen weiteren finanziellen Anreiz darstellt. 

Dies treibt die Nachfrage nach Energiespeicherlösungen voran. Die Regierung plant bis 2026 eine Erhöhung der Speicherkapazitäten auf 68 MW, um die Nutzung von EE-Strom zu optimieren. Batteriespeichersysteme helfen, Erzeugung und Verbrauch zu entkoppeln und Energiekosten zu senken. Gleichzeitig sollen Wasserstoffspeicher ausgebaut werden, um die geplante Nutzung von Wasserstoff bis 2030 zu ermöglichen. 

Finanzielle Förderung von Energiespeichersystemen 

Im Rahmen des EU-Wiederaufbauplans stehen bis Mitte 2026 insgesamt 62 Mio. Euro Fördermittel für technische Lösungen zur Energiespeicherung bereit. Aus dem EU-Modernisierungsfonds können bis 2030 insgesamt 4 Mrd. Euro für Investitionen rund um die Energieversorgung abgerufen werden, was die Installation von Energiespeichersystemen einschließt. Slovenské elektrárne als größter Energieerzeuger des Landes möchte mit den Mitteln einen Batteriespeicher mit einer installierten Kapazität von 80 MW am Pumpspeicherkraftwerk Čierny Váh errichten. Ein ähnliches Projekt ist auch für das Kraftwerk Dobšiná vorgesehen. Im Jahr 2024 wurden bereits 11,6 Mio. Euro Fördergelder für Batteriespeicher in Gewerbebetrieben vergeben. Dabei handelte es sich überwiegend um PV-Anlagen mit Speichern in einer Größenordnung von 0,2-0,3 MW. Ein größeres Projekt der Firma Slovunited erhält 1,1 Mio. Euro Zuschuss für den Bau einer PV-Anlage, an die ein 1,3 MW starkes Batteriesystem angedockt ist. 

Zudem bewilligte das Wirtschaftsministerium Anfang 2025 eine Förderung in Höhe von 13,6 Mio. Euro für fünf Wasserstoffprojekte.

Organisation und Ansprechpartner

Die Veranstaltung wird organisiert von der AHK Slowakei, einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit der RENAC AG. Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Laura Scharlach von der RENAC AG.