Die Konsortialbildungsphase (KBP) baut auf den Ergebnissen der im September/Oktober 2026 erfolgreich durchgeführten Projekterkundungsreise nach Malta auf und richtet sich an Unternehmen, die Interesse an einer gemeinsamen Bearbeitung konkreter Markt- und Projektchancen im Zielmarkt haben. Die Teilnahme ist auch für Unternehmen möglich, die nicht an der Projekterkundungsreise teilgenommen haben.
Angesprochen werden insbesondere deutsche mittelständische Unternehmen aus den folgenden Bereichen:
- Anbieter von Technologien und Systemlösungen für erneuerbare Energien jedweder Art
- Unternehmen mit Fokus auf Offshore‑Energie, Floating-Technologien und maritime Infrastruktur
- Anbieter von Netzanbindung und -verstärkung, Energieübertragung, Batteriespeicher- und Energiespeicherlösungen
- Unternehmen für digitale Betriebs‑, Monitoring‑ und Steuerungssysteme erzeugungs- und lastseitig
- Anbieter von maritimen Installations-, Überwachungs-, Wartungs‑ und Instandhaltungslösungen (O&M)
- Engineering-, Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen im Energiebereich.
Im Mittelpunkt stehen die strukturierte Zusammenarbeit der Unternehmen, die Bündelung komplementärer Kompetenzen sowie die Entwicklung einer gemeinsamen Systemlösung für identifizierte Projektopportunitäten im maltesischen Energiesektor.
Die teilnehmenden Unternehmen erhalten die Möglichkeit:
- die im Rahmen der Projekterkundungsreise identifizierten Projektchancen gemeinsam weiterzuentwickeln,
- eigene Produkte und Dienstleistungen in eine integrierte Systemlösung einzubringen,
- geeignete Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb eines Konsortiums zu definieren,
- gemeinsam technische, organisatorische und wirtschaftliche Lösungsansätze auszuarbeiten,
- sich zu Finanzierungs- und Kooperationsmöglichkeiten beraten zu lassen sowie
- sich auf eine mögliche Konsortialreise nach Malta vorzubereiten.
Ziel ist die Bildung eines arbeitsfähigen Konsortiums, das gegenüber potenziellen Kunden und Partnern im Zielmarkt als gemeinsamer Lösungsanbieter auftreten kann.
Informationen zum Zielmarkt
Im Rahmen der Projekterkundungsreise wurden Gespräche mit zentralen maltesischen Akteuren aus den Bereichen Energiepolitik, Regulierung, Energieversorgung, Netzinfrastruktur, Umweltberatung, maritime Infrastruktur und Projektentwicklung geführt. Dabei bestätigte sich ein konkreter Bedarf an integrierten Lösungen in den Bereichen Offshore-Energie, Energieinfrastruktur, Stromnetze, Interkonnektoren, Batteriespeicher sowie maritime Unterstützungs- und Logistikleistungen. Die Gespräche zeigten zudem großes Interesse an technologieübergreifenden Lösungsansätzen, die Planung, Infrastruktur, Betrieb, Digitalisierung und Systemintegration miteinander verbinden.
Darüber hinaus wurde deutlich, dass Malta seine Rolle künftig nicht nur als einzelner Zielmarkt, sondern zunehmend als strategischer Energie- und Infrastrukturstandort im zentralen Mittelmeerraum versteht. Insbesondere im Zusammenhang mit Offshore-Energie, maritimer Logistik, Hafeninfrastruktur sowie Betriebs- und Wartungskonzepten verfolgen zahlreiche Akteure die Vision, Malta als regionale Implementierungs-, Betriebs- und Serviceplattform für zukünftige Energieprojekte zu etablieren. Für deutsche Unternehmen eröffnet dies die Möglichkeit, sich bereits in einer frühen Marktphase als Technologie-, System- und Lösungspartner zu positionieren und langfristige Partnerschaften entlang entstehender Wertschöpfungs- und Lieferketten aufzubauen.
Vor diesem Hintergrund bietet die Konsortialbildungsphase den teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, ihre jeweiligen Kompetenzen zu einer marktfähigen Gesamtlösung zu bündeln und sich gemeinsam für zukünftige Projekte im maltesischen Markt sowie potenziell darüber hinaus im Mittelmeerraum zu positionieren.
Organisation und Ansprechpartner
Die Konsortialbildungsphase wird von DEinternational Italia, der Dienstleistungsgesellschaft der AHK Italien und Durchführungsgesellschaft der Exportinitiative Energie, organisiert. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen SelbstStändigWachsen, das die Moderation des Prozesses übernimmt und über langjährige Erfahrung in der Begleitung von Konsortialbildungsprozessen, Unternehmenskooperationen und der Entwicklung gemeinsamer Markt- und Projektstrategien verfügt.
Bei Fragen zur Teilnahme wenden Sie sich bitte an Mirjam Zahner (zahner@ahk.it) von der AHK Italien.
Die Teilnahme an der Konsortialbildungsphase ist kostenfrei.