Die Projekterkundungsreise (PER) richtet sich an deutsche Unternehmen, die technologische Lösungen, Komponenten oder Dienstleistungen im Bereich erneuerbare Energien und Energieinfrastruktur anbieten – insbesondere mit Bezug zu Offshore‑ und maritimen Anwendungen sowie Floating‑Technologien.
Ziel der Reise ist es, deutschen Unternehmen ein fundiertes Marktverständnis zu vermitteln, konkrete Projektopportunitäten aufzuzeigen, den direkten Austausch mit zentralen Entscheidungsträgern und Bieterkonsortien zu ermöglichen und die Grundlage für eine mögliche Konsortialbildung zu schaffen.
Teilnehmende Unternehmen erhalten die Möglichkeit,
- frühzeitig Einblick in die energiepolitischen, regulatorischen und strategischen Rahmenbedingungen Maltas zu erlangen,
- konkrete Bedarfe aus laufenden und geplanten Projekten zu erkunden, darunter der Ausbau erneuerbarer Energien, Offshore‑Wind, Netzinfrastruktur, Energie‑Interkonnektoren, Speicherlösungen und weitere systemrelevante Infrastrukturen,
- zentrale maltesische Institutionen und relevante Stakeholder persönlich zu treffen sowie
- die Logik einer möglichen Konsortialbildung zu verstehen und
- erste Ansätze für die Entwicklung einer gemeinsamen Systemlösung zu erkunden.
Die Teilnahme an der Projekterkundungsreise bildet die Grundlage für eine weiterführende Konsortialbildungsphase mit dem Ziel der gemeinsamen Entwicklung marktfähiger Systemlösungen für den maltesischen Energiemarkt. Im Zentrum steht dabei nicht der Einzelauftritt der Unternehmen, sondern die Entwicklung marktfähiger Systemlösungen für den maltesischen Energiemarkt. Eine Teilnahme an der Projekterkundungsreise verpflichtet nicht zu einer späteren Beteiligung an der Konsortialbildung.
Informationen zum Zielmarkt Malta
Malta richtet seine Energie‑ und Klimapolitik konsequent an den Zielen der Europäischen Union zur Klimaneutralität bis 2050 aus und treibt die umfassende Transformation seines Stromsystems voran. Neben dem aktualisierten National Energy and Climate Plan (NECP 2024) und der Low Carbon Development Strategy bildet die im April 2026 vorgestellte langfristige Strategie „Malta’s Energy Shift – A Sustainable Power Transition“ den zentralen Orientierungsrahmen für zukünftige Investitionen und Projekte im Energiesektor.
Vor dem Hintergrund begrenzter Landflächen, der Randlage im europäischen Stromnetz sowie einer hohen Abhängigkeit von fossilen Energieimporten setzt Malta auf einen diversifizierten Energiemix und umfangreiche Investitionen in erneuerbare Energien, kritische Energieinfrastrukturen und Versorgungssicherheit. Zentrale Handlungsfelder sind der Ausbau von Offshore‑Wind – insbesondere Floating Offshore Wind –, zusätzliche Strom‑Interkonnektoren, großskalige Batterie‑Speicher, Netzverstärkung sowie flexible und digitale Systemlösungen.
Das aktuell geplante Floating-Offshore-Windprojekt markiert den Einstieg in den systematischen Aufbau maritimer Energieinfrastrukturen. Dadurch besteht ein erheblicher Bedarf an internationalen Technologieanbietern und spezialisierten Zulieferern. Deutsche Unternehmen profitieren von einer frühen Marktphase, in der Projektarchitekturen und Lieferketten noch definiert werden. Dies eröffnet konkrete Chancen für die Platzierung innovativer Technologien, modularer Systemlösungen und langfristiger industrieller Partnerschaften – sowohl im Offshore-Bereich auch im breiteren Umfeld der Energiewende.
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird organisiert von DEinternational Italien, der Dienstleistungsgesellschaft der AHK Italien, einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit SelbstStändigWachsen. Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Mirjam Zahner zahner@ahk.it (AHK Italien).