Der Auftakt der Projekterkundungsreise nach Südafrika erfolgt am 28. September 2026 in Johannesburg mit individueller Anreise, Briefing durch die Marktexpert:innen der AHK Südliches Afrika und Germany Trade & Invest sowie einem Netzwerkabend mit AHK-Projektteam und relevanten Mitgliedsunternehmen. Im Fokus stehen die Einordnung des südafrikanischen Marktes, die Vernetzung der Teilnehmenden und der erste Austausch mit lokalen Stakeholdern aus Wirtschaft und Außenwirtschaftsförderung.
Am 29. und 30. September folgen in Johannesburg ein Workshop zu PtX-Geschäftsmodellen, Gruppentermine und Unternehmensbesuche. Eingebunden werden unter anderem Bosch Africa mit Wasserstoffanwendungen für Bergbau, Mobilität und Industrie, Mitochondria Energy Company mit Fuel-Cell-Produktion und lokalen H2-Anwendungen sowie die Industrial Development Corporation of South Africa (IDC) als zentraler Akteur der nationalen Wasserstoffförderung. Ergänzend steht GeFP Holdings mit dem Projekt Green Methanol from Waste Water auf dem Programm.
Als Inspirationsquelle für den Workshop dienen ausgewählte H2Uppp-Projekte, die die Entwicklung konkreter PtX-Vorhaben entlang der Wertschöpfungskette unterstützen und öffentliche wie private Partner zusammenbringen. Besonders relevant sind dabei Projektansätze zu industriellen Anwendungen, Wasserstoff- und PtX-Derivaten sowie integrierten Infrastruktur- und Geschäftsmodellen.
In Kapstadt folgen am 1. Oktober Gespräche zur Sonderentwicklungszone Saldanha Bay, zu Phelan Green Energy und PNE South Africa sowie ein Business Roundtable mit GreenCape, der Western Cape Government und HySA. Am 2. Oktober schließen Besuche bei Hyena, Green Quest und Hy-On an. Ein interner Workshop dient anschließend dazu, Erkenntnisse zu bündeln, ein gemeinsames Projektvorhaben zu diskutieren und Ansätze für eine Konsortialbildung auszuloten. Südafrika bietet deutschen Unternehmen attraktive Marktchancen entlang der gesamten H2- und PtX-Wertschöpfungskette.
Information zum Zielmarkt Südafrika
Südafrika baut aktiv ein grünes Wasserstoff-Ökosystem mit rund 20 Projekten in verschiedenen Entwicklungsstadien auf, mit Fokus auf Export (z. B. Ammoniak/e-Fuels) sowie industrielle Dekarbonisierung und Schwerlastmobilität. Zentrale Rolle spielt das „Hydrogen Valley“, ein integrierter Korridor, der Produktion, Infrastruktur und Nachfrage in Industrieclustern verbindet und als Rückgrat der nationalen Entwicklung dient. Ein weiterer Schwerpunkt ist Boegoebaai im Northern Cape: Hier plant der südafrikanische Petro und Chemiekonzern Sasol einen Export-Hub für grünen Wasserstoff und Ammoniak, begünstigt durch exzellente Wind- und Solarressourcen sowie die existierende Hafenanbindung. Parallel entstehen industrielle Anwendungen, etwa in Sasolburg (Pilotprojekt für Produktion und Mobilität) sowie in Secunda zur Dekarbonisierung bestehender Anlagen. Besonders sichtbar ist der Einsatz im Bergbau: Anglo American demonstriert mit einem wasserstoffbetriebenen Muldenkipper in Mogalakwena das Potenzial für emissionsarme Schwerlastlösungen und schafft zugleich lokale Nachfrage.
Es besteht in Südafrika ein großes Wachstumspotenzial, was die Nutzung von innovativen Technologien und Komponenten von Wasserstoffsystemen angeht. Die Ausgangslage für deutsche Unternehmen ist somit günstig. Flankiert durch die bilateralen Wasserstoffinitiativen der Bundesregierung (u. a. H2Uppp, H2.SA, Finanzierungsinstrumente der KfW) bietet der Markt substanzielle Einstiegschancen für deutsche Anbieter entlang der gesamten PtX-Wertschöpfungskette. Die Maßnahme der EIE ergänzt diese Programme gezielt, indem sie Unternehmen strukturiert in konkrete Markt- und Projektkontexte einführt und die Bildung umsetzungsfähiger Konsortien unterstützt.
Organisation und Ansprechpartner
Die Veranstaltung wird organisiert von energiewaechter, einem Durchführer der Exportinitiative Energie, gemeinsam mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika (AHK Südafrika). Bei Fragen zur Teilnahme auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Ferdinand Elsäßer (energiewaechter).
Kosten
Eigenbeitrag
Für die Teilnahme an Energie-Geschäftsreisen, Projekterkundungsreisen und Konsortialreisen wird ein von der Unternehmensgröße abhängiger Eigenbeitrag erhoben:
- Kleinstunternehmen: 250 € netto
- Kleine und mittlere Unternehmen: 850 € netto
- Großunternehmen: 1500 € netto
De-minimis Beihilfen
Bei dieser Maßnahme fallen keine De-minimis-Beihilfen an.