Technologie: Windenergie

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Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) stellt zusammen mit zwei Partnerbanken 250 Millionen US-Dollar für Erneuerbare-Energien-Projekte in Marokko, Ägypten, Tunesien und Jordanien zur Verfügung. Die Initiative sieht vor, in den nächsten vier Jahren 400 bis 450 MW an erneuerbaren Energien zu installieren. Bei einem Großteil der Projekte soll es sich um Onshore-Windkraft- sowie Photovoltaikanlagen handeln, während der Rest Kleinwasserkraft- und Biomasse-Projekte ausmachen soll.

Mit der Initiative sollen unterschiedliche Geschäftsmodelle gefördert werden. Diese umfassen Direktvereinbarungen zwischen Erzeugern und großen Verbrauchern wie Zementherstellern und Hotelketten sowie kleine Erzeugungseinheiten in Dörfern. Bedingungen für den Erhalt der Gelder ist, dass es sich um reine Privatsektor-Projekte handelt, die auch ohne staatliche Unterstützung Netzparität erzielen.

„Aufgrund der hervorragenden natürlichen Verhältnisse in der südlichen und westlichen Mittelmeerregion können private Stromerzeuger zum ersten Mal erneuerbaren Strom auf kommerzieller Basis anbieten, der mit dem von fossilen Erzeugern konkurrieren kann“, so Nandita Parshad, Direktor für Strom- und Energieversorger bei der EBRD.

Die Mittel der 250-Millionen-Dollar-Initiative bestehen aus Eigenkapital der EBRD sowie Fremdkapital des Clean Technology Fund in Höhe von 35 Millionen Dollar und 15 Millionen Dollar der Global Environment Facility. Beide Einrichtungen gehören zur Weltbank.

Das erste Projekt, das durch die Initiative finanziert wird, wird laut Medienberichten der 120-MW-Khalladi-Windpark in Tangiers in Marokko sein. Die Unterzeichnung des Vertrags soll in den nächsten Wochen stattfinden.

Marokko erließ 2010 ein Erneuerbare-Energien-Gesetz, welches großen industriellen Stromverbrauchern erlaubt, Strom direkt von den Erzeugern zu beziehen. Die EBRD sieht vor, mit den Regierungen von Jordanien, Ägypten und Tunesien ähnliche Reformen umzusetzen.