Nationalflagge Ecuador

Die ecuadorianische Elektrizitätsregulierungs- und Kontrollbehörde ARCONEL hat neue Regelungen für die Installation von Photovoltaik (PV)-Kleinanlagen zur Eigenversorgung von Verbrauchern veröffentlicht. Mit dem Gesetz sollen Anreize für die Installation nicht konventioneller erneuerbarer Energien geschaffen, Verteilungsnetze modernisiert und der Ausbau der dezentralen Energieversorgung gefördert werden.

Neben Maßnahmen, die den Überschuss nicht verbrauchter Energie regeln, berechtigt das neue Gesetz Hausbesitzer und Unternehmen zur Installation von je einer PV-Anlage auf ihren Grundstücken. Zudem ermöglicht das neue Gesetz die Erhöhung der installierten Leistung von 100 auf 300 kW für private Haushalte und auf bis zu 500 kW für Industrieunternehmen. Die Betriebsdauer der Anlagen wurde auf 20 Jahre festgelegt.

Die Verabschiedung der neuen Regulierung unterstützt erstmals die Nutzung privater und kommerzielle PV-Anlagen. Im Juli dieses Jahres teilte die Regierung mit, dass sich die kumulierte installierte PV-Leistung auf 24 MW beläuft. Die Gesamtkapazität Ecuadors beträgt 8,2 GW. Mehr als die Hälfte davon stammen aus Wasserkraft (4,4 GW) und thermoelektrischen Anlagen (2,4GW).

Durch das Gesetz zur Förderung dezentraler Energiequellen und der Einführung des Net-Metering ergeben sich neue Marktchancen für deutsche Technologienanbieter im Bereich der Solarenergie.

Für interessierte Unternehmen findet im September 2019 eine Informationsveranstaltung zum Thema „Bioenergie und Solarthermie: Stromerzeugung, Wärmenutzung und Kühlung in Ecuador“ statt.