Nationalflagge Australien

Die Stadt Sydney hat ihre Vorgaben im Bereich der Nutzung erneuerbarer Energien erhöht: Sie hat sich dazu verpflichtet, ihren Strombedarf bis 2030 zu 100 % aus Wind- und Solarenergie zu beziehen. Damit erneuert die australische Metropole ihre Ziele zur Nutzung erneuerbarer Energien, die zuvor bei 50 % bis 2030 lagen. In den kommenden Monaten wird dazu ein neuer Vertrag ausgehandelt, der Anfang 2020 in Kraft treten soll. Sydney hat sich damit ein besonders ehrgeiziges Ziel gesetzt und ist dadurch Vorreiter im Bundesstaat New South Wales. Der Staat selber hat bisher kaum entschlossene Schritte in Richtung Energiewende unternommen.

Für Bürgermeister Clover Moore hat der Klimawandel oberste Priorität. Als eine der ersten Städte in Australien hatte sich Sydney bereits 2008 Ziele zur Reduzierung der Emissionen gesetzt. Die Stadt erreichte beispielsweise seit 2005 einen Rückgang der CO2-Emissionen um 20 %; zudem wurde seit 2006 durch Installationen zahlreicher Solaranlagen auf den Dächern von mehr als 30 Bürogebäuden, Schwimmbädern, Bibliotheken und Gemeindezentren der Stromverbrauch um 26 % gesenkt. Mitte 2021 sollen über 7.800 Solarmodule Strom für Gebäude der Stadt produzieren.

Durch das hohe Umweltbewusstsein der australischen Bundesstaaten, Gemeinden sowie lokalen Behörden und auch durch die politische Förderung von erneuerbaren Energien ergeben sich für deutsche Unternehmen viele interessante Investitionsmöglichkeiten in Australien - allen voran in den Bereichen Wind- und Solarenergie.

Im Rahmen der Exportinitiative wird vom 30.06. bis 05.07.2019 eine AHK-Geschäftsreise zum Thema „Energieeffiziente Lösungen für Infrastrukturentwicklung und Verkehr in Australien und Neuseeland“ angeboten. Außerdem findet ebenfalls im Rahmen der Exportinitiative Energie am 01.10.2019 ein Webinar zum Thema „EPC und Contracting für Solar-, Wind- und Energiespeicherprojekte in Australien“ statt.