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Bangladesch: Photovoltaik für kommerzielle Netzeinspeisung in Industrie und Gewerbe
Veranstaltungsbericht zur Informationsveranstaltung
Einleitung
Trotz Corona-Krise – Bangladeschs Wirtschaft wächst. Dieses Wachstum verursacht einen steigenden Strombedarf, den vor allem die Industrie des südasiatischen Landes zunehmend durch Photovoltaik (PV) decken will.
Am 7. April 2021 fand die Online-Informationsveranstaltung zu „Photovoltaik für kommerzielle Netzeinspeisung bei Industrie und Gewerbe in Bangladesch“ des Projektentwicklungsprogramms (PEP) statt. Ziel der Veranstaltung war es, interessierten Unternehmen ein tieferes Verständnis und Fachwissen über den bangladeschischen Markt zu vermitteln, erste Kontakte zu Experten vor Ort herzustellen sowie potenzielle Partnerschaften zu fördern. Vertreten waren neben dem Botschafter Bangladeschs sowohl deutsche als auch lokale Fachexperten, die sich über Informationen zum Markteintritt, Marktbesonderheiten und Fördermöglichkeiten austauschten.
Großes Potenzial für klimafreundliche Energielösungen in Industrie und Gewerbe
Der Schwerpunkt des PEP liegt in Bangladesch vor allem im Sektor der Mode- und Textilindustrie. Allein im vergangenen Jahr entwickelte das PEP 50 PV-Projekte in Bangladesch. 16 davon befinden sich schon in der Umsetzung. „Das Engagement in Bangladesch bietet eine ganze Reihe von Potenzialen: Der Einsatz erneuerbarer Energien in den energieintensiven Industrien vor Ort führt zu CO2-Einsparungen und unterstützt somit den Klimaschutz; deutsche KMU können Partnerschaften mit lokalen Unternehmen eingehen und somit zur Entwicklung der dortigen Wirtschaft beitragen; das Aufzeigen von Kosteneinsparungen durch Erneuerbare ist gerade in Zeiten von COVID-19 ein wichtiger Aspekt. Und auch die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem neuen Sorgfaltspflichtengesetzt werden dazu führen, dass sich die großen Modeketten und ihre Zulieferer noch verstärkter mit dem Thema beschäftigen müssen“, erklärte Martin Hofmann, Programmleiter des PEP.
Das Land hat sich darüber hinaus ambitionierte Ziele gesteckt und setzt auf starke Partner, um diese zu erreichen. „Die Informationsveranstaltung findet zum richtigen Zeitpunkt statt, da die Regierung Bangladeschs die Entwicklung erneuerbarer Energien fördern will. Wir laden deutsche Unternehmen aus dem Bereich erneuerbarer Energien ein, sich in Bangladesch zu engagieren, um gemeinsam an einer erfolgreichen Zukunft zu arbeiten,“ bekräftigte S.E. Herr Md. Mosharraf Hossain Bhuiyan, Botschafter der Volksrepublik Bangladesch.
Geschäftschancen für deutsche Technologieanbieter und Dienstleister
Die Präsentationen der Fachreferenten zeigten die Vorzüge des Marktes Bangladesch, wiesen aber auch auf einige Herausforderungen hin. Betont wurden vor allem das große Potenzial als auch die Motivation einzelner Akteure und deren Einfluss auf die Entwicklung vor Ort.
Dr. Sebastian Groh, Geschäftsführer von SOLshare, berichtete von seinen Erfahrungen: „Der PV-Markt in Bangladesch ist definitiv bereit, in größerem Umfang ausgebaut zu werden. Wir müssen ein paar Denkweisen durchbrechen, aber es ist absehbar, dass dies geschehen wird. Die deutsche Solarexpertise bringt viele Vorteile mit sich, insbesondere wenn es um die Integration von PV in die bestehende, komplexe Energieversorgung der bangladeschischen Industrie geht.“
Lokale Industrien, bestimmt durch Bekleidungs- und Textilfabriken, sind motiviert erneuerbarer Energien einzusetzen. Hintergrund ist der Druck auf internationale Bekleidungsfirmen, ihre Lieferketten nachhaltig zu gestalten. So hat sich Decathlon, Hersteller und Händler von Sportgeräten und -bekleidung, verpflichtet, bis 2026 100 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Dies erstreckt sich damit auch auf alle Zulieferer, Einzelhandels- und Logistikstandorte weltweit. Das PEP, welches eng mit internationalen Bekleidungsfirmen und globalen Modemarken zusammenarbeitet, steht hier beratend zur Seite. „Die PEP-Aktivitäten unterstützen die Fabriken bei der Entscheidung für PV-Anlagen und helfen wiederum den Modemarken dabei, detaillierte Strategien für Erneuerbare-Energien-Initiativen zu entwickeln", fasste Farhan Chowdhury Shoaib, Prozessmanager Nachhaltige Entwicklung bei Decathlon Bangladesch, die win-win-Situation zusammen.
Seien Sie dabei!
Deutsche Photovoltaik-Unternehmen können von dieser Entwicklung in dem wirtschaftlich aufstrebenden Land profitieren. Firmen, deren Interesse an Bangladesch durch die Informationsveranstaltung geweckt wurde, können sich darüber hinaus im Rahmen einer Energie-Geschäftsreise nach Dhaka vom 26. bis zum 30. September 2021 vor Ort ein Bild von den Marktaussichten machen.
Darüber hinaus bietet das PEP vom 01.11. bis 04.11.2021 eine German Training Week zum Thema Solar in Bangladesch an. Nutzen Sie die Gelegenheit, als Praxistrainer aufzutreten, Ihre Expertise zu zeigen, Ihre Technologie zu platzieren und erste Kontakte mit relevanten Akteuren vor Ort zu knüpfen.
Veranstaltungen im Land
Energie-Geschäftsreise
Veranstaltung:Photovoltaik für kommerzielle Netzeinspeisung, Industrie und Gewerbe in Bangladesch