Nationalflagge Südkorea

Das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie hat einen ersten Entwurf seines dritten Energie-Masterplans zur Förderung erneuerbarer Energien vorgestellt. Demnach ist ein Anteil von 35 % erneuerbarer Energien am Energiemix des Landes bis 2040 vorgesehen.

Mit diesem neuen Gesetzesentwurf setzt sich das Land nochmals höhere Ziele als mit vorherigen Plänen. Die Regierung sieht das Potenzial, die installierte Leistung an Solar- und Windenergie bis 2040 auf 235 GW auszubauen. Nach Angaben der Regierung könnten zwischen 155 GW und 235 GW Solar- und Windkraftanlagen auf Dächern und ungenutzten landwirtschaftlichen Flächen errichtet werden.

Bereits 2017 hat das Ministerium einen Masterplan für Stromversorgung und -nachfrage veröffentlicht, der eine Installation von 58,5 GW an erneuerbaren Energien bis 2030 angesetzt hat. Rund 30 GW sollen davon durch Solarkraft gedeckt werden. Ende 2018 lag die installierte Photovoltaik (PV)-Kapazität in Korea laut einer Statistik der International Renewable Energy Agency bei rund 7,86 GW, wovon allein 2018 2 GW hinzukamen.

Im Hinblick auf den verstärkten Fokus der koreanischen Regierung auf erneuerbare Energien und dem geplanten Rückbau der Atomkraft eröffnen sich interessante Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen. Allen voran, da die koreanische Industrie in diesem Bereich auf Know-how aus dem Ausland angewiesen ist.

Im Rahmen der Exportinitiative Energie findet am 8. Mai 2019 eine Informationsveranstaltung zum Thema „Windenergie in Ostasien" in Hamburg statt. Ebenfalls im Rahmen der Exportinitiative wird für Unternehmen mit Interesse am südkoreanischen Markt im vierten Quartal 2019 eine AHK-Geschäftsreise zum Thema „Biogas und Biokraftstoffe in Südkorea“ angeboten.